Der Zernsdorfer Bürger Wolfgang Almus fordert mit einer Petition Konsequenzen aus dem starken Personalaufwuchs in der Königs Wusterhausener Stadtverwaltung. Die Zahlen werfen Fragen auf.
2021 wies der Stellenplan für die Angestellten der Stadtverwaltung 243 Stellen aus. Für 2026/2027 sind es 315 – 72 Stellen mehr. Gleichzeitig stieg die Einwohnerzahl nach den in der Petition genannten Zahlen lediglich von 38.283 auf 40.136.
Almus hat die Personalkosten beider Stellenpläne auf das Tarifniveau 2026 hochgerechnet. Danach steigen sie von rund 14,7 Millionen auf 19,6 Millionen Euro jährlich – knapp fünf Millionen Euro mehr.
Auffällig ist dabei nicht nur die Zahl zusätzlicher Stellen. Seit 2021 wurde auch die Führungsstruktur der Verwaltung erheblich ausgebaut. Hinzu kamen unter anderem Beigeordneten-, Dezernenten- und Amtsleiterstellen.
Und das ausgerechnet in einer Stadt, deren Haushaltsplanung für die kommenden Jahre Defizite zwischen 9 und mehr als 13 Millionen Euro ausweist.
Almus fordert deshalb, die Verwaltungsreform und den Stellenaufwuchs zu überprüfen und zunächst einen Einstellungs- und Umwandlungsstopp zu verhängen.
Die eigentliche Frage lautet damit: Warum braucht Königs Wusterhausen heute 72 Verwaltungsstellen mehr als 2021 – und ist diese Struktur angesichts der Haushaltslage noch finanzierbar?

(Das Symbolbild wurde mit KI erstellt.)