Kategoriearchiv: THEMENSCHWERPUNKTE

Kandidatur bestätigt

25. Juli 2017

Freie Wähler Königs Wusterhausen
Freie Wähler Königs Wusterhausen treten an
Königs Wusterhausen, 25. Juli 2017

Am Montag, dem 24. Juni 2017, wurde amtlich bestätigt, dass Swen Ennullat, der parteilose Spitzenkandidat der Freien Wähler Königs Wusterhausen, zur Bürgermeisterwahl am 24. September – zeitgleich zu Bundestagswahl – antreten kann. Der sechsköpfige Wahlausschuss bestätigte ihm und fünf weiteren Kandidaten die Zulässigkeit der Bewerbung. Für die Freien Wähler hatten dazu in kurzer Zeit 90 Unterstützer im Rathaus ihre Stimmen abgegeben (nur 72 wären nötig gewesen). Herr Krüger als Einzelkandidat war mit nur 21 Unterstützerunterschriften von der Kandidatur zurückgetreten; Herr Jochen Tiffe (Vertrauensperson: Täve Schur!) wurde nicht zugelassen, weil eine Wählbarkeitsbescheinigung nicht vorgelegt war und keine Unterschriften vorlagen.

Von den KandidatInnen selbst waren zu diesem wichtigen Termin im Rathaus nur Frau Birgit Uhlworm (Unabhängige Frauenliste) und Herr Swen Ennullat erschienen. Ferner gab es bei der Nominierung des Kandidaten der SPD, Herrn Hanke, aus dem Wahlausschuss heraus eine Gegenstimme.

Bei der Reihenfolge der Kandidaten auf dem Wahlschein wurde das Datum des Einreichens der vollständigen Wahlunterlagen übrigens nicht berücksichtigt. Der Kandidat der Freien Wähler Königs Wusterhausen, der als Allererster die Zulassung zur Wahl beantragt hatte, wird deshalb „das Feld von hinten aufräumen“.

Zugelassen sind nun folgende Kandidatinnen und Kandidaten (Dies bildet zugleich die Reihenfolge auf dem Wahlschein ab – in Klammern Zeitpunkt der Einreichung der Wahlvorschläge):

1) Hanke, Georg            SPD                           (07.06.17 eingereicht)
2) Eichler, Gudrun         LINKE/Grüne             (17.07.17 eingereicht)
3) Perlick, Jörn               CDU                          (24.05.17 eingereicht)
4) Gerth, Anke               FDP                           (02.06.17 eingereicht)
5) Uhlworm, Birgit        UFL                           (22.06.17 eingereicht)
6) Ennullat, Swen          Freie Wähler KW      (02.05.17 eingereicht)

Swen Ennullat und Birgit Uhlworm nach der 3. Sitzung der Wahlkommission (Foto: M8 Medien)

Kitasatzung: Eine echte Glanzleistung

11. Juli 2017

Was haben BM Franzke, sein Stellvertreter Perlick und Fachbereichsleiterin Urban gedrängt, die neue Kitasatzung durchzudrücken. Entgegen der Meinung der Elternvertreter und den Antrag von Priska Wollein, die das Verweisen in die Ausschüsse und eine Überarbeitung für die einzig sinnvolle Lösung ansahen. Wieder einmal konnten sie mit der Hilfe der Vertreter der etablierten Parteien eine schlechte und unfertige Regelung durchsetzen, die seit einigen Tagen in Kraft ist.

Nun die Quittung für diesen Schweinsgalopp: Offenbar hat es Berechnungsfehler gegeben, für die man sich eiligst entschuldigt, auch würde man die Gebühren für die Fehlbuchungen übernehmen. Zusätzlich müssen die Eltern laut Anschreiben selbst herauskriegen, ob sie Opfer einer falschen Berechnung geworden sind und gegebenenfalls eine Rückbuchung veranlassen..

Da fragt man sich wieder einmal, wer dies und den ganzen Aufwand letztendlich bezahlt? Natürlich… die Bürger von Königs Wusterhausen.

Was darf an einem Ortsbeirat politisch sein? oder „Wir können mehr“

7. Juni 2017

Matthias Fischer, Zernsdorf

Seit einiger Zeit bemühe ich mich, regelmäßig die Sitzungen des Ortsbeirates in unserem schönen Zernsdorf (mehr hier) zu besuchen.
Auch heute wieder. Auch heute gab es Fragen von interessierten und betroffenen Bewohnern, die von Ortsvorsteher Borck (SPD) und Vizebürgermeister Jörn Perlick (CDU, Leitspruch: „Wir können mehr“) als Vertreter der Verwaltung teils widerstrebend, teils offensichtlich uninformiert und aus einer Abwehrhaltung heraus behandelt wurden.
So frage ich mich zum Beispiel, warum in Sachen Geschwindigkeitsbegrenzung im Ortskern oder auf der Autobahn den Bürgern von den Stadtoberen seit Jahr und Tag erklärt wird, man könne hier nichts machen, das sei letztlich Kreis- bzw. Ländersache. Soll der Einzelne nun also zum Land gehen und sich beschweren? Ist das nicht Sache der Ortsvertreter (soll ich sagen Volksvertreter?), sich für ihre Leute stark zu machen, voranzugehen notfalls bis ins Ministerium, und zwar solange, bis das Übel bekämpft ist?
Die Frage nach den aktuellen Baumaßnahmen und Sperrungen in der bereits abgefrästen Karl-Marx-Straße und den daraus folgenden Einschränkungen für die Anwohner blieb unbeantwortet; Hierzu lagen den Vertretern keine Informationen vor – es sagte aber auch keiner: »ich kümmere mich, spätestens am Freitag finden Sie alle aktuellen Infos in den öffentlichen Aushängen«. Da ist Schnelligkeit gefragt, unbürokratische Initiative, und es hilft doch nicht, sich auf Unterlagen, die vor zwei Monaten zur Sperrung der Kreisstraße versandt wurden, zu berufen, wenn die Realität alles überholt!
Oder, dass im Zuge der geplanten Kita im Neubaugebiet eine Verkehrsberuhigung nicht zwingend möglich sei, da sie ja gar nicht direkt an der Kreisstraße liege, weil eben noch ein winziges Zipfelchen Land davor sei, womit von der Karl-Marx-Straße aus keine direkte Zuwegung existiere. Das mag ja nun so sein, aber das eigentliche angesprochene Problem – wie komme ich aus der Undinestraße raus, bzw. wie kommen die Kinder von links nach rechts über die Kreisstraße, ist doch mit dieser Antwort nicht vom Tisch! Wo bleibt ein Satz wie »lassen Sie uns gemeinsam die wirkungsvollsten Maßnahmen besprechen und uns dafür gemeinsam stark machen«?
Zu keinem der Themen und Vorhaben, die seit Monaten immer wieder angesprochen wurden und vor sich hin gären, konnte ein Fortschritt oder gar Vollzug gemeldet werden – seien es die verrammelten Seezugänge, die Verhandlungen zur Konstruktion eines Radweges nach Ziegelei, die Widmung einer Zuwegung zum Friedhof (Zernsdorf) oder auch nur die leeren Wasserkanister auf dem Friedhof (Kablow-Ziegelei). Nur für die Weihnachtsbeleuchtung zeichnet sich ein Stern am Himmel ab.

Da lag es mir dann doch auf der Zunge, Herrn Perlick, der sich ja als Kandidat für die im September 2017 anstehenden Bürgermeisterwahlen bewerbe, eine direkte Frage zu stellen. Und zwar, ob er es nicht an der Zeit finde, sich mal für die Anliegen der Menschen unseres Ortes einzusetzen, statt immer nur Ausreden dafür zu finden, was nicht machbar sei und bei allem anderen zu schweigen.
Offensichtlich hatte ich hier gleich mehrere Vertreter der etablierten Parteien empfindlich getroffen, denn nun wandte sich Ortsvorsteher Borck gegen mich: Mein Einwand wäre politisch und es sei hier nicht erwünscht, politische Diskussionen zu führen. Herr Borck gab noch gleich eins drauf, er würde von seinem Hausrecht Gebrauch machen, wenn ich weiter insistiere. Das war nicht nötig, denn ich hatte ja schon alles gesagt.

Nun stelle ich hier eine letzte Frage, nämlich, was denn diese Herren für eine Vorstellung von dem haben, was sie »da vorne« tun. Aus meiner Sicht ist das gelebte Politik. Und zwar der einzige Ort, wo Politik ganz nah an der Basis dran ist, wo ihr besorgte oder betroffene Bürger Angesicht zu Angesicht gegenübersitzen. Welche Möglichkeit habe ich als einfacher Bürger denn sonst noch, Fragen zu stellen, die ich zu dieser Politik habe? Für mich ist kommunale Politik ganz einfach, nämlich für die Menschen und ihre Lebensbedingungen ein offenes Ohr zu haben. Zu erkennen, was die Menschen bedrückt und sich dafür mit aller Kraft einzusetzen. Keine Stillhaltetaktik zu betreiben. Unerwünschte Meinungen nicht unter den Tisch zu kehren, sondern zuzuhören, warum der eine das denkt und der andere jenes.

Aber genau das ist offensichtlich in unserer Stadt nicht erwünscht.

Abbildung: www.joernperlick.de

Hafen KW – Offener Brief an die Stadtverordneten von Königs Wusterhausen

20. Mai 2017

Dr. Dieter Füting, Niederlehme

An die Stadtverordneten in Königs Wusterhausen

Der Sachverhalt:
1. Wer in Braunkohle investierte, investierte nicht in die Zukunft (Stand der Technik).
2. Für den Ausbau des Kohlehafens in KW sind dennoch 39,7 Mio Euro Steuergeld ausgegeben worden. Für einen Kohlehafen, für den es seit Jahren kein tragbares Konzept und keine Zukunft mehr gab. (siehe rbb Brandenburg Aktuell vom 16. Mai 2017)
3. Durch 25 Jahre desaströse Kohlehafenpolitik wurden wertvolle Biotope zu nutzlosem Brachland.
4. Der Bürgermeister Dr. Lutz Franzke hält es nicht für nötig, sich rückhaltlos zu den öffentlichen kritischen Fragen (Steuergeldverschwendung, Kohlehafenpolitik oder auch der Erweiterung von Wiesenhof) zu äußern.
5. Eine teilweise Rettung aus dem Desaster der Steuergeldverschwendung soll das falsche Konzept des Güterumschlages durch eine Container-Verladestation mit technisch überholter Philosophie werden.

Festzustellen bleibt:
Für die 40-Millionen-Euro-Investion gab es nie einen Bedarf. Es war eine Politik des praktizierten Irrsinns. Der Hafen wurde und wird so nicht gebraucht.

Tatbestand:
Der Irrtum der 40 – Millionen – Investition war zu vermeiden. Der Bürgermeister konnte die Einsicht haben, mit dieser Entscheidung Unrecht zu tun und schuldhaft zu handeln.
Wer nur auf gut Glauben 40 Millionen Euro Steuergelder investiert, muss sich fragen lassen, ob er nicht fahrlässig oder sogar vorsätzlich entschieden hat. Insbesondere dann, wenn er die Vollendung der Investition nicht abgebrochen bzw. verhindert hat. In der Sache sollte jetzt ein Staatsanwalt sich den Fall Kohlehafen auf den Tisch ziehen.
Erkenntnis:
Die Politik des Bürgermeisters Dr. Lutz Franzke reduziert auf den Kohlehafenausbau ist ein Drama für die Bürgerinnen und Bürger von Königs Wusterhausen. Es war tückisch, seiner Politik zu vertrauen. Er sah zu keiner Zeit die eigenen Debakel kommen.

Für die Bürgermeisterwahl am 24. September ergibt sich für uns die Verpflichtung, sich die Kandidaten anzuschauen hinsichtlich Qualität, Integrität, Kompetenz, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Aber nicht aus der Sicht einer Partei, sondern mit dem Maßstab des verantwortlichen Prüfens. Es hängt zu viel ab für das Wohl und Wehe der Stadt Königs Wusterhausen.

Offener Brief von Swen Ennullat: Beitragsfreiheit in Kindertagesstätten – Mögliche Einflussnahme der Landesregierung

11. Mai 2017

Swen Ennullat, Niederlehme

an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg
Herrn Dr. Dietmar Woidke
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
ich bin Vater dreier minderjähriger Kinder und lebe mit meiner Familie in Königs Wusterhausen. Meine Kinder besuchen kommunale Kindertageseinrichtungen und ich engagiere mich als Eltemvertreter. Auch beruflich fühle ich mich als Leiter eines Brandenburger Jugendamtes in besonderem Maße den Bedürfnissen und Interessen von Kindern und jungen Eltern verpflichtet.
Auf der Stadtverordnetenversammlung meiner Heimatstadt wurde am 27.02.2017 eine neue Kitasatzung für die städtischen Einrichtungen beschlossen, die für einen Großteil der Eltern mit Kostensteigerungen einhergeht. Entgegen anderslautender Zusagen im Vorfeld hatten die Eltemvertreter keine Mitspracherechte bei der Erstellung der Satzung. So hätten wir uns gefreut, unsere Ideen bspw. hinsichtlich flexiblerer Angebotsformen oder Beitragsfreiheiten einbringen zu können.
Zu letztgenannten Punkt machte der Bürgermeister, Herr Dr. Franzke (SPD), dann aber im öffentlichen Teil der Sitzung Ausführungen. Er will sich mit seiner Verwaltungsleitung ernsthaft über die Möglichkeiten einer Beitragsfreistellung für Krippen-, Kita- oder Hortkinder auseinandergesetzt haben. Im Ergebnis seiner Abwägungen entschied er sich aber dagegen. Ausschlaggebend dafür soll ein Treffen mit „wichtigen Landesvertretem des zuständigen Ministeriums“ gewesen sein. Ich musste davon ausgehen, dass Herr Dr. Franzke das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport meinte.
Dieses Treffen soll Mitte November 2016 – also während des Erstellungsprozesses unserer Satzung – stattgefunden haben.
Diese „Landesvertreter“ sollen unserem Stadtoberhaupt Beitragsfreistellungen regelrecht untersagt und im Weigerungsfall Konsequenzen in Aussicht gestellt haben. Weil der Bürgermeister „das gute Verhältnis mit den Fachressorts des Landes“ nicht „aufs Spiel setzen“ bzw. „nicht den Kredit des Landes verspielen“ wollte, schieden jegliche Beitragsfreistellungen aus seiner Sicht deshalb aus.
(Die Freien Wähler hatten wegen der guten finanziellen Situation der Stadt ein beitragsfreies Vorschuljahr und deutliche Kostenreduzierungen bei Geschwisterkindern vorgeschlagen.)
Wegen der Ungeheuerlichkeit dieser Einlassungen habe ich mich deshalb an Herrn Minister Baaske (SPD) gewandt. Eine Antwort aus dessen Haus liegt mir dankenswerter Weise mittlerweile vor. Demnach bestünden dort über „ein solches Treffen oder eine solche Kommunikation keinerlei Kenntnisse“. „Solcherart Eingriffe“ würden aber dem Land auch „weder zustehen noch gutgeheißen werden“. Eine Meinung, die ich vollumfänglich teile.
Ich habe am 08.05.2017 Herrn Dr. Franzke auf der öffentlichen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung mit der Aussage des Ministers konfrontiert. Der Bürgermeister hält an seinen Einlassungen jedoch fest und spricht nun von „einem vertraulichen Gespräch mit hochrangigen Vertretern der Landesregierung“. Weitere Konkretisierungen lehnte er ab.
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, können Sie ein solches Gespräch bestätigen? Haben Mitglieder der Landesregierung solche Aussagen getätigt und damit auf Entscheidungsprozesse des Hauptverwaltungsbeamten unserer Kommune Einfluss genommen?
Bislang ging ich aufgrund der entsprechenden Presseberichterstattung und Ihrer eigenen Interviews davon aus, dass die Landesregierung das Vorhaben der Beitragsfreiheit für den Besuch von Kindertageseinrichtungen nun aktiv unterstützt und nicht alles daran setzt, diese zu verhindern.
Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass der Justizminister des Landes Brandenburg, Herr Stephan Ludwig (DIE LINKE), stellvertretender Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen ist.
Sie werden gebeten, mir den Eingang des Schreibens zu bestätigen.
Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
Hochachtungsvoll, Swen Ennullat

Im Hafen viel Neues ??

9. Mai 2017

Priska Wollein, Freie Wähler KW

Gestern, am 8. Mai 2017, wurde in der Stadtverordnetenversammlung mit den Stimmen der SPD, CDU und LINKE ein weiterer Schritt in Richtung industrielle Ansiedelung im Bereich des Hafens zementiert. Obwohl Gewerbe- und Industrieflächen in Größenordnungen im Hafen ungenutzt sind und zur Vermarktung zur Verfügung stehen, wurde der Bebauungsplan 05/14 „Hafenerweiterung, 3. Baustufe Teil 1“ durchgewinkt – eine Willensbekundung der Stadt, hier im geografischen Zentrum von KW Industrie, Container- und LKW-Verkehr auf zusätzlichen 8ha Land zuzulassen bzw. noch zu fördern.
Erst einmal grundsätzlich: dieses Gebiet ist kein Außenbereich, es liegt nicht irgendwo auf dem Felde vor der Stadt, sondern MITTEN in Königs Wusterhausen (siehe Bild).
Der Beschluss zur Aufstellung eines B-Plans ist nun 2,5 Jahre alt. In dieser Zeit hat sich Vieles getan und verändert am Hafen – denn lange war absehbar, dass ab 24. Mai 2017 die Kohleverschiffung im Hafen komplett als Geschäftszweig wegfällt, was einen erheblichen Umsatzeinbruch bedeutet. Seit Jahren investiert die Stadt (und damit der Steuerzahler) Millionen Euro in ihre Tochterfirma LUTRA – ein Geschäftsmodell mit wenigen Angestellten, aber absehbaren Verlusten (Der Wirtschaftsplan 2017 sieht ein Minus von 216,6 TEUR vor).
Wir meinen: es ist nun an der Zeit, sämtliche Geschäftskonzepte der LUTRA zu überprüfen und einen neuen Masterplan zu entwickeln – dass hierbei auch eine komplette Umnutzung in Richtung zentrumnahes Mischgebiet Wohnen&Gewerbe entstehen könnte, wollen wir gar nicht ausschließen.
Was wir uns jedoch ganz sicher nicht vorstellen können, dass in Zukunft hier ein Sicherheitsparkplatz entsteht, wo Tag für Tag, Nacht für Nacht LKWs bis hin zum Gigaliner von der Autobahn anrollen und abfahren – und dies über eine der zwei einzigen Verbindungsadern der Stadt KW mit ihren östlichen Ortsteilen Niederlehme, Wernsdorf, Zernsdorf und Kablow! Viele Einwohner sind auf ihrem täglichen Arbeits- und Versorgungsweg auf diese Straße angewiesen; Staus, verstopfte Kreuzungen, Lärm und Abgase sind vorprogrammiert.
Wie groß muss die Borniertheit sein, dass man solche Geschäftskonzepte mit einem solch gewaltigen Flächenverschleiß als positiv für diese Stadt verkauft? Wo ist der Multiplikator für die Stadt, für die Arbeitssuchenden, die Gewerbetreibenden, das Gastgewerbe, die Hotellerie? Wir können es uns nicht erklären.

Suche nach Inventionen

9. Mai 2017

Dr. Dieter Füting, Niederlehme
Leserbrief zum MAZ-Artikel am 9. Mai 2017 (Beilage Dahmeland) mit der Überschrift „Suche von Investoren” von Oliver Becker

Der Kohlebetrieb im Hafen Königs Wusterhausen soll sein Ende finden. Das ist eine Spitzenmeldung, die gefeiert werden muss. Schluss mit Dreck, Schluss  mit Lärm, Schluss mit einer falschen Politik. Endlich. Diesen Kampf führe ich seit 1985. Gegen viele Widerstände damals, gegen viele Widerstände heute.
Doch wie sieht die Zukunft aus?
Wenn wir Bürger von Königs Wusterhausen diese Überlegungen allein dem Bürgermeister und dem Hafenmanagement überlassen, wird es dreckig, lärmig und falsch weitergehen. Diesmal müssen wir uns deutlich einbringen, sollten wir von Anfang an Verbündete suchen. Diesmal sind wir nicht allein. Von den Parteien wird nicht viel zu erwarten sein. Weshalb auch? Doch diesmal fragen wir genau nach. Stellen wir Forderungen. Organisieren wir Debatten und Widerstand, wenn die Politik sich gegen uns wendet. Erste ernste Warnzeichen gibt es schon. Der Bürgermeister Herr Franzke spricht schon von Verhandlungen mit zwei Unternehmen aus dem Bereich Steinkohle(!) und der Metallverarbeitung. Der Kampf beginnt. Die Chance für uns wird auch die Bürgermeisterwahl in Königs Wusterhausen werden. Schaffen wir Klarheit! Auf vielen Ebenen!

Unser Bürgermeister Dr. Franzke und die guten Verhältnisse

4. Mai 2017

Pressemitteilung der Freien Wähler KW

Auf der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Königs Wusterhausen wurde am 27. Februar 2017 eine neue Kita-Beitragssatzung verabschiedet, die für viele Eltern mit Kostensteigerungen verbunden ist. Die Freien Wähler KW haben diese in der vorgeschlagenen Form nicht nur abgelehnt, sondern sich im Vorfeld aktiv für einen ersten Schritt in Richtung Beitragsfreiheit stark gemacht.
Der Bürgermeister Dr. Franzke (SPD) erklärte auf der sehr gut besuchten öffentlichen Sitzung – umrahmt von seinem Stellvertreter, Jörn Perlick (CDU) und dem Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Georg Hanke (SPD) – dass er sich mit seiner Verwaltungsleitung ernsthaft über die Möglichkeiten einer Beitragsfreistellung für Krippen-, Kita- oder Hortkinder auseinandergesetzt haben will, im Ergebnis seiner Abwägungen sich aber dagegen entschieden habe. Ausschlaggebend dafür soll ein Treffen mit „wichtigen Landesvertretern des zuständigen Ministeriums“ gewesen sein.
Dabei müsste es sich um das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) handeln.
Dieses Treffen soll Mitte November 2016 – also während des Erstellungsprozesses der Satzung – stattgefunden haben. Die „Landesvertreter“ sollen Herrn Dr. Franzke Beitragsfreistellungen gewissenmaßen untersagt und im Weigerungsfall Konsequenzen in Aussicht gestellt haben. Weil der Bürgermeister „das gute Verhältnis mit den Fachressorts des Landes“ nicht „auf’s Spiel setzen“ bzw. „nicht den Kredit des Landes verspielen“ wollte, schieden Beitragsfreistellungen aus seiner Sicht deshalb aus.
Der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler KW, Swen Ennullat, hat sich aufgrund der Ungeheuerlichkeit dieser Behauptungen an Bildungsminister Günter Baaske (SPD) gewandt und ihn mit den Einlassungen Dr. Franzkes (SPD) konfrontiert. Die Antwort aus dessen Haus liegt uns nunmehr vor. Demnach bestünden über ein „solches Treffen oder eine solche Kommunikation keinerlei Kenntnisse“. „Solcherart Eingriffe“ würden aber dem Land auch „weder zustehen noch gutgeheißen werden“.
Aufgrund der völlig gegensätzlichen Darstellungen von Stadtverwaltung und Ministerium fordern die Freien Wähler daher den Bürgermeister auf, seine öffentlich vorgetragenen Behauptungen zu belegen und die Teilnehmer an diesem Gespräch zu benennen sowie den Inhalt ausführlich darzustellen.

Bürgermeisterwahl in Königs Wusterhausen – ein Neuanfang jetzt-sofort-augenblicklich!

1. Mai 2017

Dr. Dieter Füting, Niederlehme

Um den Kleinmütigen die Angst zu nehmen:
Es geht nicht darum, nach der Wahl alles anders zu machen, eine Revolution zu initiieren.
Es geht auch nicht darum, die Fortschritte der letzten Wahlperiode kleinzureden.
Aber es geht sehr wohl darum, uns aus der Parteienverstrickung in KW zu lösen.
Dieser Parteienverstrickung
– mit ihren scheindemokratischen Entscheidungsfindungen,
– dem laxen Umgang mit der Würde des Bürgers,
– der gewachsenen Arroganz gegenüber kritischen Bemerkungen zu Grundsatzentscheidungen,
– der wachsenden Entfremdung in die Glauwürdigkeit der Parteienvertreter…

 Kurz: Das Vertrauen ist verloren gegangen.

 Es geht jetzt um das Aufbrechen der Verkrustungen der Politik – und Verwaltungsabläufe in Königs Wusterhausen.
Es geht darum, jetzt einen Neuanfang für Königs Wusterhausen zu erreichen.
Jedermann, wir alle, auch wir Nichtwähler, sollten uns endlich aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien.
Zum Wohle für die Bürger der Stadt Königs Wusterhausen.
Deshalb unsere Stimme dem Bürgermeisterkandidaten der Freien Wähler KW – Herrn Swen Ennullat!
Mit Swen Ennulat wollen wir die Politik in der Stadt ändern!

Freie Wähler stehen für: Belebung der Ortsteile

28. April 2017

Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile. Die Vitalität von Königs Wusterhausen wächst gerade aus der Verschiedenheit aller Orte. Die Freien Wähler fördern die Eigenständigkeit der Ortsteile mit größeren Befugnissen für die Ortsbeiräte sowie selbst verwalteten und größeren Budgets. Öffentliche Sicherheit und Ordnung betrifft alle gleichermaßen. Die Balance zwischen Kernstadt und Stadtteilen muss neu hergestellt werden.

Finden Sie alle Informationen zu unserem Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2017: www.swen-ennullat.de