Kategoriearchiv: ORTSTEILE

Bürgervotum

14. Juni 2021

Juni 2021 — Wahlzeitung Online zur Bürgermeisterwahl 2021

Ein Vorschlag für mehr Demokratie in KW von Swen Ennullat, der die Bürger in die Entscheidungsprozesse einbindet

Volksentscheide gehören seit dem antiken Griechenland zu den Mitteln direkter Demokratie. Bürger gaben in der Volksversammlung ihre Stimme ab. Heute, 2.500 Jahre später, kommt in der Schweiz als Musterland der direkten Demokratie immer noch ein Volksentscheid zum Einsatz, wenn schwierige Entscheidungen anstehen. Voraussetzung für das Votum des Einzelnen ist eine klare Pro- und Contra-Kommunikation.

Die Idee von Swen Ennullat: Königs Wusterhausen soll mit dem Mittel des Bürgervotums zur Musterstadt der direkten Demokratie werden.

Ein digitaler Zugang per Smartphone, Tablet oder PC reicht aus. Das unterscheidet das Votum vom aufwändigen Bürgerentscheid, der – ähnlich einer Wahl – Wahllokale, Wahlhelfer und die Auswertung aller Stimmzettel voraussetzt. Ein sehr personal- und kostenintensives Prozedere also.

Ein Bürgervotum kommt auch ohne aufwändiges Wahlprozedere aus.

Demnächst geht es nämlich noch schneller und einfacher: Voraussetzung ist die persönliche PIN des Personalausweises, die bis November 2021 alle Wahlberechtigten haben werden. Sie bietet eine sichere und anonyme Anmeldung und verhindert auch eine Mehrfachabstimmung. Ergänzend zur digitalen Version sind natürlich immer noch auch Stimmzettel möglich.

Dieses Mittel der Meinungsäußerung gewinnt in Deutschland mehr und mehr Anhänger für sehr vielfältige Erhebungen. Sie machen aber nur dann Sinn, wenn sie verifizierbar und kontrolliert ablaufen.      

Der immense Wachstumsdruck bei uns in Königs Wusterhausen verlangt den steten Abgleich mit dem Bürgerwillen für zentrale, in möglichst kurzer Zeit zu treffende Entscheidungen. Die Einführung des Bürgervotums ist ein weiterer Schritt in Richtung Beendigung der Klientel-Politik und vermittelt ein gutes Gefühl der Teilhabe aller Einwohner an ihrer Heimat.

»Ich gebe Ihnen mein Wort!«

14. Juni 2021

Juni 2021 — Wahlzeitung Online zur Bürgermeisterwahl 2021

Swen Ennullat tritt wieder an für eine zukunftsfähige Stadt Königs Wusterhausen

LIEBE BÜRGERINNEN UND BÜRGER VON KÖNIGS WUSTERHAUSEN,
hinter uns liegen sechs sehr anstrengende Monate. Neben den Herausforderungen der Corona-Krise belasteten Konflikte die Stadtpolitik. Wir brauchen einen gemeinsamen Weg zum Wohle aller. Dieser Weg verlangt Mut, Kraft und Geduld. Und vor allem klare Ziele. Die Stadt benötigt eine ganzheitliche Betrachtung, die die Interessen aller abwägt und Entscheidungen ergebnisoffen diskutiert. In besonders wichtigen Fällen wünsche ich mir dafür ein Bürgervotum. Der Maßstab meines Handelns sind christliche Werte. Ich behandle die Menschen so, wie ich von ihnen behandelt werden möchte, unabhängig davon, welchen Status oder welches Ansehen sie haben. Ich habe als Mensch, als Familienvater und als Bürgermeister die gleichen drei Grundsätze.

1. Jeder Mensch soll die gleichen Voraussetzungen bekommen. Das reicht für mich von der Länge des Schulwegs über ärztliche Versorgung, Angebote des Einzelhandels bis hin zur Bewerbung für einen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst.

2. Jedem Menschen sollen Chancen und Wege offenstehen. Das bedeutet für mich die Förderung durch kostenfreie Bildung, das Unterstützen von privaten Initiativen und Ehrenamt, die Nutzung vorhandener Potentiale für neue Ideen und Projekte – Stärken stärken.

3. Für besondere Leistungen gibt es Anreize und Belohnungen. Herausragender Einsatz und wegweisende Ergebnisse verdienen Anerkennung und öffentliche Würdigung. Damit unser Zusammenleben spürbare Maßstäbe bekommt, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Sie können mir die Stadt anvertrauen. Denn ich stehe für Sie ein. Vor dem Amt des Bürgermeisters habe ich nach wie vor große Demut.

Ihr Swen Ennullat

Erste Amtszeit von Ennullat

14. Juni 2021

Juni 2021 — Wahlzeitung Online zur Bürgermeisterwahl 2021

Lassen wir die Fakten sprechen! einfach…

… unglaublich: Bauinvestitionen verdreifacht (siehe rechte Spalte).

… familienfreundlich: 500 neue Kitaplätze und 90 zusätzliche ErzieherInnen.

… zuverlässig: KITA- und Hortbeiträge halbiert.

… einmalig: Erster Schulneubau seit 30 Jahren gestartet.

… bürgernah: Wöchentliche Bürgersprechstunden eingeführt.

… transparent: Interaktive Haushaltspläne und Podcast für SVV umgesetzt.

… sicher: Bau der Feuerwachen vorangetrieben.

… wertschätzend: Verbeamtung hauptamtlicher KameradInnen der Feuerwehr eingeführt.

… leistungsfähig: Vermarktung Technologiepark Funkerberg Teil 1 abgeschlossen.

… produktiv: Städtischer Hafen wirtschaftlich saniert.

… sportlich: Sanierung Stadion der Freundschaft durchgeführt.

… sparsam: Keine Schulden aufgenommen. 3 Mio. EUR Schulden abgebaut.

… clever: Öffentliche Badestelle für den Ort Senzig gerettet.

… konstant: Mieten der städtischen Wohnungsbaugesellschaft stabilisiert.

… wirtschaftlich: Posten des Beigeordneten als politischer Beamter abgeschafft.

… fair: Unberechtigte Verträge und Geldflüsse gestrichen.

… klimafreundlich: Energiemonitoring in KW ins Leben gerufen.

… fortschrittlich: Förderrichtlinie zur Belebung der Innenstadt eingeführt.

… zeitgemäß: Freies WLAN an öffentlichen Orten installiert.

… sorgsam: Für Lärmschutz und Verkehrsentlastung eingesetzt.

… krisenerprobt: Rathaus zuverlässig durch die Pandemie geführt.

… verbindend: Städtepartnerschaft und regionale Zusammenarbeit belebt.

… modern: Flexible Arbeitsmodelle für MitarbeiterInnen etabliert.

… kooperativ: 99 % der Beschlussvorlagen der SVV in Umsetzung oder umgesetzt.

… menschlich: Fehler verstanden und neue Wege eingeschlagen.

Einfach Bürgermeister.

 

Stellungnahme von Ennullat zu Vorwürfen der CDU-Fraktion

10. Juni 2021

Redaktion Stadtfunk

Im Folgenden geben wir die Antwort von Swen Ennullat wieder auf die Frage von Oliver Fischer, MAZ, am Donnerstag, dem 10.6.2021:

„Sehr geehrter Herr Ennullat, die CDU-Fraktion wirft Ihnen in einer aktuellen PM vor, Ihren damaligen Stellvertreter, René Klaus, im vorigen Jahr eine Prämie gezahlt zu haben, die das Rechnungsprüfungsamt der Stadt als nicht gerechtfertigt einstuft. Die Fraktion wirft Ihnen daraufhin „Günstlingswirtschaft“ und „Selbstbedienungsmentalität“ vor und stellt die Zahlung in eine Reihe mit anderen Vorgängen, zu denen sie früher bereits ausgeführt haben. Ich will Ihnen gerne die Möglichkeit geben, bis Freitagnachmittag zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.“

Die Antwort von Swen Ennullat:

„Sehr geehrter Herr Fischer,
ich habe mir die PM der CDU-Fraktion auf Ihren Hinweis hin angesehen. Den Namen „René Klaus“ lese ich darin nicht. Ich dürfte auch keine Auskünfte über Prämienzahlungen tätigen. Sie unterliegen dem Datenschutz. Nur so viel: Seit dem Jahr 2008 besteht für die Stadtverwaltung Königs Wusterhausen eine Dienstvereinbarung (Nr. 3/2008) für Prämien für besondere und einmalige Leistungen. Diese wurde durch den ehemaligen Bürgermeister und den Personalrat geschlossen und hat bis heute Gültigkeit. Sie gilt für alle Beschäftigten der Stadt Königs Wusterhausen. Ich war ab Oktober 2017 Bürgermeister.

Zum Verfahren und der Antragstellung wenden Sie sich bitte an die Stadtverwaltung. Das Gesamtbudget ist im Haushalt verankert. Die Höhe einzelner Prämien darf maximal ein monatliches Bruttoentgelt umfassen. Die Auszahlung erfolgt im Folgejahr.

In den Genuss von Prämienzahlungen sind seither sehr viele MitarbeiterInnen, Führungskräfte und der ehemalige Beigeordnete gekommen. Zur Höhe und Häufigkeit in den vergangenen Jahren kann Ihnen ebenfalls die Stadtverwaltung Auskunft geben.

Richtig ist, dass ich selbst im Januar diesen Jahres dem Rechnungsprüfungsamt den Auftrag erteilt habe, die Prämienzahlungen seit in Kraft treten der Dienstvereinbarung 2008 zu überprüfen. Das Ergebnis ist mir nicht bekannt, da ich nicht im Amt bin.

Die Pressemitteilung der CDU-Fraktion betrachte ich als Wahlkampfmanöver.

So entbehren auch die Behauptungen, ich hätte 2020 versucht, einem leitenden Verwaltungsmitarbeiter ein Baugrundstück zu verschaffen, jeder sachlichen Grundlage. Und das wissen sie bereits, da wir zu diesem unbegründeten Vorwurf bereits öffentlich Stellung genommen haben. Von einem eventuell eingetretenen Schaden zu berichten, bei einem eventuellen Versuch, der im Übrigen als unwahr bereits belegt ist, halte ich erneut für eine unlautere Wahlkampftaktik. Das ähnelt den als Lügen enttarnten Täuschungen der WählerInnen vor dem Bürgerentscheid.

Mein legitimes Beschwerdeverfahren aus Januar 2020 wurde durch die Vorsitzende der SVV (selbst Mitglied der CDU-Fraktion) übrigens nie bearbeitet, Akteneinsicht anderer Stadtverordneter hat sie abgelehnt. Wenn es also nicht bearbeitet wurde, konnte ich auch keine Ressourcen verschwenden, wie behauptet.

Private Rechtsanwaltskosten über die Stadt abrechnen zu wollen, ist sachlich unmöglich, wie sie wissen. Einen privaten Missbrauch gab es nicht.

Richtig ist, dass ich im September 2020, nachdem mein Verbot der Führung der Amtsgeschäfte durch das Verwaltungsgericht Cottbus als rechtswidrig festgestellt wurde, einen Antrag gestellt habe auf Erstattung der mir in diesem Verfahren über die gesetzlichen Kosten hinaus entstandenen Kosten für die Beiziehung eines angemessenen Rechtsbeistandes. Die SVV hat sich in diesem Verfahren selbst eines Fachanwaltes bedient, dessen Kosten ebenfalls über die gesetzlich festgesetzten Kosten hinaus gehen. Diese Vergütungsvereinbarung hat Frau Lazarus (CDU) als Vorsitzende der SVV unterschrieben. Ich empfehle Ihnen dazu Einsicht zu nehmen.

Mit der Beschlussfassung zur BV 10-20-198 hat die SVV die Übernahme dieser Kosten sowohl gegenüber Frau Lazarus, als auch meiner Person im letzten Herbst mehrheitlich abgelehnt. Ich habe diese Ablehnung akzeptiert. Es ist übrigens bekannt, dass der Anwalt von Frau Lazarus derweil seine Ansprüche aus August 2020 gegenüber der Stadt Königs Wusterhausen und nicht mehr gegenüber Frau Lazarus erhebt. Nach meiner Kenntnis gibt es die Anfrage einer Stadtverordneten, ob die Stadt den bereits gezahlten Vorschuss zurückgefordert hat. Bezüglich eines eventuell eingetretenen Schadens für die Stadt kontaktieren Sie bitte ebenfalls die Stadtverwaltung. Ich darf dazu keine Auskunft geben. Zur Erinnerung: Das Verbot der Führung der Amtsgeschäfte des Bürgermeisters, dass die SVV-Mehrheit am 18.6.2020 durchgesetzt hat, war rechtswidrig. Auch wenn das der CDU nicht gefällt. Auf dieses Thema beziehen sich die Rechtsanwaltskosten sowohl von mir als auch von Frau Lazarus als Vorsitzende der SVV.

Jetzt zum Vorwurf, eine Zahlung an einen „privaten Verein“ über die WKW mbH veranlassen zu wollen: Ich besitze keinen „eigenen privaten Verein“. Die Wärmeversorgungsgesellschaft, WKW mbH, ist unter anderem langjähriger Förderer von „Sport in KW“, fördert also Sportvereine der Stadt und den Sportlerball. Als Mitglied des Aufsichtsrates habe ich diese Förderungen stets unterstützt. Darüber hinaus war die WKW nach meiner Kenntnis stets Hauptsponsor der Stadionfeste in Königs Wusterhausen. 18 Jahre lang war das Stadionfest fester Bestandteil des sportlichen Lebens unserer Stadt – organisiert durch das Rathaus. Nicht umsonst trägt unsere Paul-Dinter-Halle das Logo: „WKW mit Energie Sport fördern“. Für Auskünfte zum aktuellen Sponsoring wenden sie sich bitte an den Geschäftsführer. Das Stadionfest fand seit 10 Jahren nicht mehr statt. Auch nicht während meiner Amtszeit und auch nicht 2021.

Gestatten Sie mir bitte einen Nachsatz, „rechtswidriges Verhalten“ können nur Gerichte und nicht politische Gruppierungen feststellen.“

Brief… äh, Bierwahllokal! Treffen Sie Swen Ennullat!

10. Juni 2021

Redaktion Stadtfunk

Kommen Sie mit dem Kandidaten ins Gespräch – Nächster Halt:
Wernsdorf am Samstag den 12. Juni 2021
15:00 – 18:00 Uhr

Zum Weitersagen! Für das leibliche Wohl ist gesorgt!  Ich freue mich auf Euch!
Swen Ennullat

Hinweis: Beachtet bitte die gültigen Corona- und Abstandsregeln.

HITRADIO SKW: Wahlarena zur Bürgermeisterwahl

8. Juni 2021

Redaktion Stadtfunk

Ankündigung!

Am 4. Juli findet die Bürgermeisterwahl in KW statt.
Nachdem sich alle Kandidat*innen diese Woche bei HITRADIO SKW LIVE im Radio vorstellen, gibt es am Freitag, den 11.6.2021 eine Wahlarena, in der die Kandidaten aufeinander treffen.

❗️Die Wahlarena wird LIVE auf dem Youtubekanal von KW-TV übertragen❗️
Um 17 Uhr gehts los.
LIVE aus dem Cinestar Wildau im A10 Center.

Gemeinsam für den Umweltschutz

2. Juni 2021

Pressemitteilung der Stadt Königs Wusterhausen

Stadt Königs Wusterhausen und Verein Abfallstreife e.V. unterzeichnen Partnerschaft

Die Stadt Königs Wusterhausen und der Verein Abfallstreife e.V. haben am Dienstag, dem 1. Juni 2021, eine Ordnungspartnerschaft unterzeichnet. „Wir möchten das Ehrenamt stärken und eine Brücke zum Hauptamt bauen“, erklärte Ria von Schrötter, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste, Ordnung und Familie und 3. Stellvertreterin des Bürgermeisters.

Ordnungsamtsleiter Kay Kutschbach ergänzte: „Das Thema ,Umweltverschmutzung‘ begleitet uns leider dauerhaft und wir sind dankbar, dass sich dieser Verein aus Königs Wusterhausen so intensiv engagiert, um die Menschen zu sensibilisieren. Der Verein organisiert Müllsammelaktionen, er erfüllt aber keine hoheitlichen Aufgaben der Kommune. Er wird also keine Kontrollen vornehmen. Dies ist die Pflicht des Ordnungsamtes“.

Mit Hilfe der Ordnungspartnerschaft soll der Informationsaustausch zwischen dem Verein und der Stadtverwaltung intensiviert werden. Darüber hinaus unterstützt die Verwaltung, indem die Abfälle fachgerecht durch den Städtischen Betriebshof bzw. den Abfallentsorger abgeholt werden.

Etwa 20 Mitglieder zählt der Abfallstreife e.V., das Netzwerk ist aber weit größer, berichtet Maria Böhme vom Vereinsvorstand. „Die Mitglieder übernehmen die Organisation der Projekte und Aktionen. Wir sind aber auf die Hilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen, die mit uns gemeinsam draußen unterwegs sind. Ohne sie wäre unsere Arbeit so nicht möglich.“ Bei einer der jüngsten Müllsammel-Aktionen am Krebssee kamen 1,5 Kubikmeter Abfall zusammen.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Vereinsarbeit ist die Jugendbildung. „Wir gehen in die Kitas und Schulen und machen dort auf die Auswirkungen der Umweltverschmutzung aufmerksam“, schildert Jonas Hohnholz, Mitglied des Vereinsvorstandes.

Den Verein Abfallstreife e.V. gibt es seit sechs Jahren in Königs Wusterhausen.

Bild: Maria Böhme (r.) und Jonas Hohnholz (2.v.r.) vom Verein Abfallstreife e.V. haben mit der Stadtverwaltung, vertreten durch Ria von Schrötter (2.v.l.), Axel Böhm (l.) und Kay Kutschbach (M.) eine Ordnungspartnerschaft unterzeichnet. © Reik Anton

Position von Swen Ennulllat / 2

28. Mai 2021

Juni 2021 — Wahlzeitung Online zur Bürgermeisterwahl 2021

Brandschutz

Eine Pflicht ohne Wenn und Aber

In manchen Dingen bin ich kompromisslos. Zum Beispiel in Sachen Feuerwehr. Die erforderliche Infrastruktur hat für die Sicherheit der Menschen bereit zu stehen, technisch und baulich. Der durch die SVV beschlossene Standort der neuen Hauptwache muss unverzüglich umgesetzt werden. Die Entscheidung ist zehn Jahre alt. Die Argumente einer
zu teuren Regenentwässerung sind widerlegt.

Für den Norden unserer Stadt ist die Situation noch dramatischer. Wernsdorf braucht jetzt ein neues Gerätehaus. Ich habe kein Verständnis für politisches Instrumentalisieren dieses Themas.

Wir brauchen keine neuen Worte, wir brauchen Taten. Jede weitere Verzögerung geht an der Realität vorbei und hat nichts mit verantwortlichem Handeln zu tun. Mich – auch als angehenden Feuerwehrmann – macht diese Hinhaltetaktik nur noch eins: wütend.

Position von Swen Ennulllat / 3

28. Mai 2021

Juni 2021 — Wahlzeitung Online zur Bürgermeisterwahl 2021

Bildung

Ein Recht für alle

Kitas und Schulen sind Pflichtaufgaben, und werden dennoch oft zu Streitfällen.

Beispiel Senzig: Die SVV hat den Neubau der Grundschule 2018 in der Ringstraße beschlossen. Das Grundstück gehört der Stadt. Dieser Beschluss ist eigentlich umzusetzen, und die Schule könnte längst in Bau sein. Der Ortsbeirat lehnte aber das Baurecht ab. Argument sowohl Pro als auch Contra ist die zentrale dörfliche Lage. Den einen freut der kurze Weg, den anderen stört der Krach. Die immer wieder benannte Alternative »Bullenberg« wäre deutlich teurer. Das Grundstück müsste erst erworben werden, es liegt im Außenbereich und im Landschaftsschutzgebiet. Baurecht ist nicht in Sicht und die Hanglage birgt große Probleme und Kosten bei Baugrund und Entwässerung. Aktuell: Stillstand.

Mein Maßstab für Entscheidungen sind eine gerechte Verteilung und Wirtschaftlichkeit.

Beispiel Wernsdorf: Schule, Turnhalle und Gelände sind Eigentum der Stadt. Sie wurden vor zwölf Jahren an den privaten Träger extrem günstig vermietet, ein Minusgeschäft für die Stadt, die den Unterhalt finanziert. Die beiden Ortsteile Wernsdorf und Niederlehme haben aber dringenden Bedarf an Schulplätzen! Den auslaufenden Mietvertrag wollte ich in dieser Form nicht verlängern und einen neuen Standort der Privatschule in KW ermöglichen. „Bündnis 21“ stoppte das und schützt den privaten Betreiber der Montessori-Schule gegen die Gemeinschaft. Aktuell: Notstand.

Soziale Gerechtigkeit heisst aber in der aktuellen Lage, die vorhandene Schule für alle Kinder nutzbar zu machen. Denn die Pflichtaufgabe der Stadt ist vorrangig gegenüber dem Angebot von kostenpflichtigen Privatschulen. Zu diesem Thema würde ich gern ein Bürgervotum* starten.

  • Zum Thema Bürgervotum können Sie hier mehr erfahren.

Das vage Versprechen vom Neuanfang

28. Mai 2021

Ein Kommentar von Dr. Dieter Füting

KW im Wahlkampf :

Es sollte vom „Bündnis 21“ und seiner Kandidatin zuerst erklärt werden, was Neuanfang in KW wirklich zu bedeuten habe. Die großen Werbetafeln geben keine Aufklärung.

Ist es ein politisches Programm, ein Kulturakt oder ein emotionaler Trick? Oder doch nur der Versuch, die alten Macht – und Privilegverhältnisse wieder herzustellen?
Wer das nicht ganz klar stellt, macht sich verdächtig zu lügen. Und schafft so, gewollt oder ungewollt, einen sich entwickelnden Widerspruch.

Das „Bündnis 21“ mit seiner Kandidatin Wiezorek, sonst sofort als Erklär – und Lieferdienst zur Hand, hatte bisher keine vertiefenden Gedanken parat. Nur Propaganda und Pose. Die eigenmächtige Entscheidung der Kandidatin beispielsweise, das 10jährige Planungsprojekt Feuerhauptwache auf Anfang zu stellen, hat die politische Losung „Neuanfang“ geradezu karikiert. Frau Wiezorek wagt es damit sogar, das Bündnis vorzuführen. Wie auch immer die Erklärungsversuche jetzt ablaufen werden, eine positive Werbung für das Bürgermeisteramt war das nicht. Im Gegenteil.

Das wirft unbequeme Fragen auf und lässt kritische Vergleiche herstellen.

Wie hat man Menschen zu beurteilen, die mehr scheinen wollen, als sie sind? Wie hat man Menschen zu beurteilen, die nicht die moralische, ethische und fachlich – intellektuelle Reife besitzen, um Vertrauen aufzubauen und Probleme im Sinne der Gemeinschaft effizient lösen zu können? Wie hat man Menschen zu beurteilen, die im Schutze einer Funktion oder eines Amtes, rigide in der Art und verletzend im Ton, sich über andere erheben wollen?

Sollte diesen Menschen das Wohl und Wehe einer Stadt anvertraut werden? Niemals. Wer Menschen auseinander bringt, hat sich disqualifiziert.

Keine Parteizugehörigkeit kann hier heilen.

„Bündnis 21“ und deren Kandidatin Wiezorek verkaufen den

„Neuanfang“ als Paradigma. Ein Paradigmenwechsel also? Ein Wechsel

in der Denkweise? Welcher grundlegenden Denkweise denn? Wir müssen genau zuhören, was das „Bündnis 21“ und die Kandidatin zu erwidern haben. Und wenn sie sich in Schweigen hüllen oder alte Kamellen vorbringen, wissen wir, wie wir zu denken haben.