Kategoriearchiv: ORTSTEILE

Offener Brief des Vorstandes des Seniorenbeirats

3. März 2021


Offener Brief des Vorstandes des Seniorenbeirats der Stadt Königs Wusterhausen zum Abwahlverfahren von Bürgermeister Ennullat:

Der Seniorenbeirat der Stadt Königs Wusterhausen hat mehrfach versucht, im Streit zwischen einer Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung und dem Bürgermeister zu Kompromissbereitschaft aufzurufen. Während eines zweistündigen Gespräches des Vorstandes des Seniorenbeirates mit dem Bürgermeister am 09.06.2020 und mit einem offenen Brief, ebenfalls im Juni 2020 in der lokalen Presse, sowie mit einem gemeinsamen Aufruf mit dem Elternbeirat, dem Jugendbeirat, dem Stadtjugendring und der Bürgerstiftung unmittelbar anlässlich der Stadtverordnetenversammlung am 07.09.2020 hatte der Seniorenbeirat versucht, die Kontrahenten zu einer Annäherung zu bewegen. Es soll jetzt nicht weiter argumentiert werden, warum das nichts gebracht hat. Am Ende dieser Entwicklung steht nun ein Abwahlverfahren, das nach unserer Meinung mit überzogenen Mitteln geführt wird. An den Straßen befinden sich Schilder, auf denen zum Teil unbewiesene Behauptungen („blau machen des Bürgermeisters“, „Pakt mit der AFD“) zu lesen sind. Der Aufwand ist groß, groß wie bei einer großen Wahl – und das in Pandemie-Zeiten!

Und was sind die zu erwartenden Konsequenzen der Abwahl? Während der Bürgermeister bei einem positiven Votum sein Amt verliert, haben die für die Abwahl plädierenden Abgeordneten bei einem Scheitern derselben nichts zu fürchten. Wo ist hier der demokratische Anspruch auf Gleichbehandlung, d. h. Gleichheit bezüglich Chance und Risiko für beide am Konflikt beteiligten Seiten? Unter diesem Gesichtspunkt könnten z. B. die initiierenden Abgeordneten freiwillig erklären, im Falle einer gescheiterten Abwahl ihr Mandat niederzulegen. Und wer oder was wäre die (neue) Alternative bei erfolgter Abwahl? Bei eindeutigen Antworten auf die aufgeworfenen Fragen würde den Wählern die Entscheidung leichter fallen.

Sowohl gegenüber den Senioren dieser Stadt, die knapp ein Drittel der Einwohner ausmachen, als auch gegenüber den Kontrahenten dieses Entscheides fühlen wir uns verpflichtet, auf Unklarheiten bei diesem Bürgerentscheid hinzuweisen, zum Nachdenken anzuregen und den Kontrahenten ein faires und würdiges Vorgehen bei der Lösung des Konfliktes zu empfehlen.

Vorstand des Seniorenbeirates der Stadt Königs Wusterhausen und 6 weitere Mitglieder des Seniorenbeirates, Schlossstr. 3, 15711 Königs Wusterhausen

 

Geschichte einer angehängten Straftat

2. März 2021

Redaktion Stadtfunk

In den Jahren 2013 und 2014 war Swen Ennullat bereits schon einmal im Rathaus von Königs Wusterhausen angestellt. Als Fachbereichsleiter war er zuständig für Familie, Bildung und Soziales, Ordnung und Sicherheit, Brand- und Zivilschutz.

Im Laufe dieser Tätigkeit deckte er mehrere Unregelmäßigkeiten auf und wurde daraufhin vom damaligen Bügermeister Franzke am 9. September 2014 fristlos gekündigt, sofort von seinem Arbeitsvertrag „freigestellt“, musste auf der Stelle sein Büro räumen und seinen Dienstausweis abgeben.

Viele Details zu diesen Vorgängen sind hier zu finden:

https://www.anstageslicht.de/themen/vetternwirtschaft/whistleblower-swen-ennullat/whistleblower-chronologie-swen-ennullat/

Uns liegen einige Dokument dazu vor, wie es weiterging und wie es dazu kam, dass letztendlich am 12. Oktober – kurz nach der Stichwahl Ennullats zum Bürgermeister – zu eine Hausdurchsuchung im Privathaus der Familie Ennullat durch das Landeskriminalamt stattfand.

Aber der Reihe nach:

Wir habe Belege dafür, dass dem Rechnungsprüfungsamt (RPA) der Stadt bereits im Oktober 2015, ein Jahr nach dem Weggang Ennullats, Unterlagen zu den von Ennullat aufgedeckten Unregelmäßigkeiten vorenthalten werden sollten. Hier ein Schreiben von Werner Blume, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, an den für die Stadtverwaltung tätigen Rechtsanwalt, in dem überlegt wird, wie man das RPA von dem Begehr nach Prüfung der fraglichen Vorgänge abbringen kann. Lesen Sie selbst:

Für uns geht daraus klar hervor, dass die betreffenden Unterlagen zu diesem Zeitpunkt noch im Rathaus waren, aber von BM Franzke und seinem Kämmerer Perlick nicht herausgegeben werden sollten, die diese dadurch belastet würden. Für diese Tatsache sprechen auch Stellungnahmen von zwei Mitarbeitern der Verwaltung (Namen und Unterschriften unkenntlich gemacht, d. Red.):

Mit der Aufstellung von Swen Ennullat 2017 zum Kandidaten der Freien Wähler für die Wahl zum Bürgermeister ergab sich für die Vertreter der SPD und der CDU ein völlig neues Feindbild. Offenbar galt es nun, mit allen Kräften diesen parteilosen Kandidaten zu verhindern. Also schmiedeten die Herren Michael Reimann (Fraktion SPD/Wir-Für-KW), Georg Hanke (SPD, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung) und Jörn Perlick (CDU, Beigeordneter und Kämmerer der Stadt KW) einen Plan. Eine Strafverfolgung gegen Ennullat erschien ihnen das geeignete Mittel, ihn in der heißen Phase des Wahlkampfes öffentlich zu kompromittieren und für die Bürger unwählbar zu machen.

Zunächst schrieb Reimann einen Brief an Perlick, in dem er nach den Akten zu Kita Am Kirchplatz fragte und behauptete, Ennullat hätte ihn bereits im Jahre 2015 darüber informiert, dass er die Unterlagen in seinem Besitz habe. Da war Ennullat schon ein Jahr nicht mehr bei der Stadt KW beschäftigt.

Mit diesem Verleumdungsmail konnte Perlick umgehend einen Rechtsanwalt auf Kosten der Stadt damit beauftragen, eine Strafanzeige gegen Ennullat  wegen Verwahrungsbruches nach §133 StGB sowie Diebstahls in einem besonders schweren Fall gemäß §§ 242 Abs. 1 und 243 zu erstellen. Diese ging am 13. Juli 2017 bei der Staatsanwaltschaft Cottbus ein.

Es wurde Ennullat darin vorgeworfen, im Besitz der originalen Unterlagen zur Kita am Kirchplatz zu sein. Als Tatzeugen stellten sich Reimann, Perlick und Hanke zur Verfügung.

Diese Strafanzeige kostete die Stadt 2.266,95 Euro Steuergelder, siehe Kostennote vom 21. Juli 2017:

Das Verfahren zog sich hin, erst am 12. Oktober 2017, einige Tage nach der Wahl und kurz vor der Amtseinführung Ennullats haben mehrere Kriminalbeamte des Landeskriminalamtes, Abteilung Wirtschaftskriminalität, das Haus der Familie Ennullat durchsucht. Über zwei Stunden wurden Wäscheschränke, Kinderzimmer, Dachböden, Fahrzeuge und Garagen mit aller Gründlichkeit durchkämmt. Es wurde nichts gefunden.

Der vom Bürgermeister Ennullat daraufhin am 24. Oktober 2017 zur Rede gestellte Vorsitzende der SVV Georg Hanke (SPD) konnte sich offenbar an seine Rolle bei dieser falschen Strafanzeige nicht mehr erinnern. Er beteuert, dass er weder in den eigentlichen Vorgang noch in die anwaltliche Beauftragung eingebunden war. Er sei lediglich bei einem Gespräch anwesend gewesen, wo Herr Reimann erklärte, dass Herr Ennullat ihm persönlich bei sich zu Hause die Unterlagen gezeigt habe.

Sein nächster Plan für den weiteren Umgang mit dem parteilosen Bürgermeister: „Wir werden ihm was anhängen und dann werden wir ihn abwählen lassen.“ (Stadtfunk berichtete)

Versöhnliche Töne

2. März 2021

Auf Einladung des Bürgermeisters kam heute der Stadtvorsitzende der Partei »DIE LINKE«, Wolfgang Lemke, zu einem Gespräch mit Swen Ennullat ins Rathaus Königs Wusterhausen.

Einziges Thema war die politische Situation in der Stadt. Ennullat stand Rede und Antwort zu den vielen Fragen und ging in dem Gespräch auf die von einem Einheitsbündnis verbreiteten Falschinformationen ein.

Wolfgang Lemke sagte dem Bürgermeister seine persönliche Unterstützung dabei zu, die politischen Wogen zu glätten und wird sich für ein gemeinsames Handeln zum Wohle der Stadt einsetzen.

Leserbrief

2. März 2021

Karsten Loest, 1. Vorsitzender B.I.S.S. e.V.

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Redaktion,

der RBB berichtete über das Abwahlbegehren gegen den Bürgermeister von Königs Wusterhausen, Swen Ennullat. In einem Interview lassen Sie diesen zu Wort kommen. Es offenbaren sich haarsträubende Zustände rund um Herrn Ennullat und die Stadtverordnetenversammlung. Als unmittelbare Folge der RBB-Berichterstattung wird die RBB-Journalistin Gabi Probst in den sozialen Medien zum Teil massiv angegangen. Ein Facebookeintrag des stellvertretenden Vorsitzenden der SVV, Dirk Marx, muss in diesem Zusammenhang als beispielhaft angeführt werden. Er ist eines Stadtverordneten in genannter Funktion unwürdig und spiegelt perfekt wieder, mit welch verwerflichen Mitteln diese Auseinandersetzungen geführt werden.

An dem Bericht des RBB erscheint es auch bei mehrmaliger Betrachtung nichts auszusetzen zu geben. Er ist offensichtlich faktenbasiert und gibt den streitenden Parteien jeweils Raum, den eigenen Standpunkt darzulegen. Die von Frau Probst geschilderten Inhalte werden nachvollziehbar belegt und geben einen guten Einblick in die Situation.

Frau Probst hat sich durch ihre investigative Berichterstattung über die sogenannte „Schießstandaffäre“ bei der Berliner Polizei einen ausgezeichneten Namen gemacht. All ihrer Enthüllungen waren gut recherchiert und erwiesen sich als zutreffend. Sie hat diese Affäre nicht nur ans Tageslicht gebracht, sondern ihre Aufarbeitung zum Wohle der betroffenen Polizeidienstkräfte auch stets weiterverfolgt und den öffentlichen Druck auf die Berliner Politik damit hochgehalten, um deren ausgleichendes Handeln zu erreichen. 

Seien Sie sich gewiss, dass Frau Probst auch in der Problematik rund um das Abwahlbegehren gegen Herrn Ennullat sauber, gewissenhaft und objektiv recherchiert hat. Zum Wohle der Bürger*innen von Königs Wusterhausen hoffen wir, dass die in dem Bericht genannten Enthüllungen den Bürgern*innen helfen, die offensichtlich vollkommen aus dem Ruder gelaufenen Streitigkeiten zwischen Rathaus und SVV richtig einzuschätzen.

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Loest, 1. Vorsitzender B.I.S.S. e.V.

Wortmeldung zur Verunglimpfung einer RBB Reporterin

1. März 2021

Leserbrief von Alexander D. Wietschel

Sehr geehrte Damen und Herren des Stadtfunk KW,

mit großer Verwunderung wurde ich auf die Berichterstattung um einen RBB Beitrag und die Journalistin Gabi Probst aufmerksam und möchte folgende Erklärung zu dem auf der Seite der Herren Dorst und Marx befindlichen des Sascha Börnicke aus Senzig befindlichen Videos abgeben.

Ich darf Ihnen erläutern, wie meine Person im Zusammenhang mit dem RBB, Frau Gabi Probst und der hier Vorerwähnten Berichterstattung steht.

Ich bin Vater eines Sohnes, der als Opfer der hier beigezogenen Berichterstattung um die Alte Ziegelei Rädel e.V., Inhalt und Aufhänger der Berichterstattung von Gabi Probst war, die hier in völlig unzutreffender Weise kritisiert wird.

Frau Gabi Probst war einer der wenigen Menschen, die den seinerzeitigen Opfern und deren Familien geglaubt und so ein Netzwerk von Gewalt, an und um Kindern mit besonderem Schutzbedarf, aufgedeckt und in der letztendlicher Konsequenz, unterbrechen und unterbinden konnte.

Das hier auch beispielhaft hinzugezogenen Verfahren vor dem Berliner Kammergericht hat den Makel, das Täter mit genug finanziellen Reserven, die „Wahrheit“ verbiegen und in Teilen auch verdrehen können.

Das geschah im Kontext um den Skandal Alte Ziegelei Rädel e.V. in inflationärer Weise durch die Täterseite.

Als seinerzeit betroffenes Elternteil musste ich eine deutlich zweistellige Anzahl von Gerichtsverfahren führen, die infolge einer finanziellen Übermacht und eines aggressiven und menschenfeindlichen Auftretens (auch und eben durch Dr. Detlef Hardorp) gekennzeichnet waren. Dies betraf auch die Berichterstattung, die schon im Vorfeld durch die Interessenvertreter der Täter verhindert und/oder beeinflusst werden sollte.

Letztendlich musste sich die Hauptbeschuldigte, gegen die ganzen Vorwürfe infolge ihres Todes nicht vor Gericht  rechtfertigen. Aber die Kinder wurden daraufhin alle von den Behörden aus der Einrichtung genommen.

Soweit mir bekannt, hat der RBB in den allermeisten Anschuldigen gegen ihn und die Berichterstattung obsiegt, aber die jeweiligen Urteile nicht veröffentlicht.

Selbst die Vorwürfe der Täterseite vor dem Landesmedienrat, die die Reputation von Frau Probst und ihrer Berichterstattung schädigen sollten, wurden abgeschmettert.

Die journalistische Arbeit von Frau Gabe Probst war ausgezeichnet, präzise, und frei von jedem Makel einer irgendwie gearteten Veränderung in besonderem Sinne!

Frau Gabi Prost genießt meine absolute Hochachtung und tiefe Dankbarkeit dafür, dass Sie sich besonderen Themen mit flammenden Herz und besonderer Genauigkeit annimmt, was man von der einschlägigen deutschen Gerichtsbarkeit nicht pauschal behaupten kann.

Frau Gabi Probst hat im Zusammenhang mit der Recherche und Berichterstattung um den Skandal bei der Alten Ziegelei Rädel keinerlei Kompromisse bei der Wahrheitsfindung gemacht, keine Tatsachen verändert und nicht ausrecherchierte Umstände nicht zum Bestandteil ihrer Berichterstattung gemacht.

Gern stehe ich jederzeit für Rücksprachen und Erläuterungen zur Verfügung und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Alexander D. Wietschel

Mehr Informationen zum Sachverhalt unter:
blog.alexander.wietschel.de

Artikel im Tagesspiegel vom 4. Juli 2008

Interview mit dem Bürgermeister Swen Ennullat

1. März 2021

Redaktion Stadtfunk

Herr Ennullat, vielen Dank, dass Sie uns für ein Interview zur Verfügung stehen. Sie haben sich zum Bürgerentscheid bisher nicht öffentlich geäußert.

Swen Ennullat: Als Amtsträger unterliege ich einem Mäßigungsgebot. Es ist mir untersagt, die Abstimmungsberechtigten, also alle wahlberechtigten Bürger der Stadt, im Prozess der freien Willensbildung zu beeinflussen. Daran orientiere ich mich.

Redaktion: Dann werden wir dies auch bei unseren Fragen an Sie berücksichtigen.

Ihre Kritiker aus den Reihen der Stadtverordnetenversammlung kamen aber sehr oft in der MAZ zu Wort und haben sich öffentlich geäußert. Standen Sie für ein Interview nicht zur Verfügung, denn immerhin geht es ja um den Stuhl des Bürgermeisters?

Swen Ennullat: Es gab keine Interviewanfrage der MAZ. Was ich aber nicht als ungewöhnlich empfinde. Mein letztes Interview, das ich der MAZ gegeben habe, wurde auch nicht abgedruckt.

Redaktion: Trotzdem befinden Sie sich mitten in der heißen Phase des Wahlkampfes?

Swen Ennullat: An dieser Stelle muss ich Sie korrigieren. Wahlen zeichnen sich dadurch aus, dass die Wählerinnen und Wähler eine Auswahl zwischen mehreren Kandidaten haben. Das sagt ja bereits das Wort selbst aus. Wir sprechen hier jedoch von einem Bürgerentscheid, den zwei Drittel der Stadtverordneten per Beschluss auf den Weg gebracht hat, um mich abwählen zu lassen. Diese Stadtverordneten sagen allerdings nicht, wer meine Nachfolge antreten soll. Einen solchen Wahlkampf, noch dazu mit ungleichen Waffen, lasse ich mir nicht aufzwingen.

Redaktion: Aber die Straßen sind voll von Plakaten einer eigens dafür gegründeten Vereinigung mehrerer Parteien. Sie verteilt Flyer und wirbt im Internet. Es gibt Videos von Stadtverordneten, die Ihre Abwahl begründen. Es werden schwere Vorwürfe erhoben. Der stellvertretende Vorsitzende der SVV, Dirk Marx, spricht von 30.000 Euro, die Ihnen die AfD angeboten haben soll. Herr Georg Hanke, nicht nur Stadtverordneter sondern auch Vorsitzender des Kreistages Dahme-Spreewald und Ortsvorsteher der Kernstadt, behauptet öffentlich, Sie würden „Angst und Schrecken“ im Rathaus verbreiten.

Swen Ennullat: Ob es mir gefällt oder nicht, Wahlwerbung ist zulässig. Allerdings nur, solange Sie nicht gegen Gesetze verstößt. Und sie muss der Wahrheit entsprechen.

Das sehe ich längst nicht mehr bei allen Publikationen gewahrt. Interessant ist, dass selbst der Wahlleiter offenbar Anhaltspunkte dafür sieht. Mir gegenüber sprach er nur noch von „Wahlpropaganda“ statt „Wahlwerbung“, als ich ihm und dem Wahlausschuss Unregelmäßigkeiten mitgeteilt habe. Der Wahlleiter ist eben dafür verantwortlich, dass nicht nur die Abstimmung an sich, sondern auch die Zeit davor von offenkundigen Mängeln frei bleibt. Notfalls muss er sogar die Abstimmung absagen.

Die Behauptung einer angeblichen 30.000 Euro Spende durch die AfD habe ich schon in der Vergangenheit wegen übler Nachrede bei der Staatsanwaltschaft Cottbus zur Anzeige gebracht. Ich habe dazu eine gegenteilige eidesstattliche Erklärung abgegeben. Herrn Hanke wiederum habe ich im letzten Hauptausschuss aufgefordert, mir seine unsäglichen Vorwürfe zu belegen. Dieser Beleg blieb aus. Ich habe dann quasi an sein Gewissen appelliert.

Und ich frage mich, ob diese Gruppe von Stadtverordneten auch in Betracht gezogen hat, was passiert, wenn der Bürgerentscheid aus ihrer Sicht scheitert? Wie wollen wir dann zukünftig zusammenarbeiten? Das ist die für mich – und sicher auch für ganz viele Bürger – entscheidende Frage.

Redaktion: Das fragen uns unsere Leser auch.

Aber eine Nachfrage noch zu Georg Hanke: Wussten Sie, dass er 2017 – als Ihr Gegenkandidat – erklärt haben soll, dass man Ihnen im Fall einer gewonnenen Bürgermeisterwahl etwas anhängen wollte, um Sie dann wieder abwählen zu lassen? Der Redaktion liegen eidesstattliche Erklärungen zu seiner Aussage vor. Es hat den Eindruck, als wäre jetzt der Zeitpunkt gekommen.

Swen Ennullat: Ich habe Herrn Hanke mit diesem Vorwurf konfrontiert. Das würde doch rückwirkend einige Vorgänge erklären. Er hat es mir gegenüber bestritten. Ich habe ihn gefragt, ob er bereit wäre, eine entsprechende eidesstattliche Erklärung abzugeben. Hier blieb eine Antwort aus.

Redaktion: Es gab auch noch einen anonymen Brief, der von 25 Mitarbeitern Ihres Hauses stammen soll. Er ist auf der Homepage zweier Stadtverordneter zu finden. Gegen Sie und zwei leitende Mitarbeiter werden Vorwürfe des Amtsmissbrauchs erhoben. Die erwähnte parteiübergreifende Vereinigung stellt diesen Brief in das Zentrum ihrer Attacken.

Swen Ennullat: Gegen anonym erhobene Vorwürfe kann sich niemand wehren. Aber glauben Sie, dass ich noch im Amt wäre, wenn das zuträfe, was dieses Bündnis über mich verbreitet?

Wir haben uns in der Sache mit dem Personalrat zusammengesetzt und versucht herauszufinden, ob diese Vorwürfe in der Belegschaft – immerhin mehr als 500 Menschen – irgendwo auftauchen. Das hat sich erfreulicherweise nicht bestätigt.

Und Sie haben Recht, mittlerweile werde nicht nur ich, sondern meine vier Stellvertreter und mein Pressesprecher öffentlich angegriffen. Es hat den Eindruck, dass es geht nicht nur um meine Abwahl geht,  sondern um ein komplettes Austauschen der Rathausspitze. Als Arbeitgeber vertrete ich natürlich die Interessen meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und gehe gegen falsche Anschuldigungen vor.

Redaktion: Ein weiterer schwerer Vorwurf aus den Reihen der Stadtverordneten der CDU: Sie hätten versucht, einem Mitarbeiter der Stadt ein Grundstück zu verschaffen, indem Sie den Erbbaupachtzins herabgesetzt hätten.

Swen Ennullat: Grundstücksgeschäfte sind nicht öffentlich. Ich kann also hier auch nichts zu Inhalten sagen. Nur so viel: Ein jeder kann am Bieterverfahren einer öffentlichen Ausschreibung teilnehmen. Ich kenne die Namen der Bieter nicht. Auch nicht in diesem konkreten Fall. Zuschlag erhält das höchste und nicht das niedrigste Gebot. Die Entscheidung fällt die Stadtverordnetenversammlung und nicht der Bürgermeister. Die Vorsitzende der SVV und ein weiterer Stadtverordneter hatten übrigens bereits im letzten Sommer vollständige Akteneinsicht in diesen Vorgang. Das war in der Zeit, als mir die Vorsitzende unrechtmäßig ein Verbot der Führung der Dienstgeschäfte ausgesprochen hatte.

Redaktion: Außerdem hätten Sie von der WKW, einer städtischen Gesellschaft, eine Spende für den Athletic Club, bei dem Sie Mitglied sind, zur Durchführung des Stadionfestes verlangt. Das sind die Worte der CDU auf ihrer Webseite.

Swen Ennullat: An der Wärmeversorgungsgesellschaft WKW hat die Stadt nur eine Minderheitsbeteiligung. Das müssten die CDU-Stadtverordneten wissen. Ich kann gar nichts »verlangen«. In der Vergangenheit war die WKW einer der Hauptsponsoren des Stadionfestes. Nur zu diesem Zweck, eine Tradition wiederzubeleben, haben wir einen eigenen gemeinnützigen Verein gegründet. Und Ja, ich würde mich freuen, wenn die Geschäftsführung  der WKW einen entsprechenden Sponsoringvertrag abschließt. Egal, wie groß die Unterstützung wäre. Ohne Spenden und Sponsoren können wir das Stadionfest nicht durchführen. Toll wäre, wenn alle Sponsoren aus der Region kämen.

Redaktion: Bei all dem Druck und den heftigen Vorwürfen wirken Sie erstaunlich ruhig. Wie machen Sie das? Vielleicht sind Sie ja in acht Tagen abgewählt?

Swen Ennullat: So schlimm das klingt, in den letzten dreieinhalb Jahren musste ich mich an einen sehr schroffen Umgang mit einigen Akteuren im politischen Geschehen gewöhnen. Die jetzige Intensität übertrifft aber alles an Bösartigkeit, was ich mir vorstellen konnte. Ob auf „Fuck Ennullat“-Aufklebern in der Stadt, bei der Hetze in sozialen Medien oder den üblen Behauptungen in stadtweit verteilten Flyern. Muss man das alles wirklich widerstandslos ertragen? Denkt überhaupt noch jemand von diesem Bündnis darüber nach, dass ich auch Kinder habe, die sogar in der Schule darauf angesprochen werden? Meine große Bitte an die Menschen in den politischen Ämtern ist: Finden wir zu einer sachlichen Debatte zurück, lassen Sie uns über Sachthemen auf Augenhöhe diskutieren und hören Sie auf, die Entwicklung der Stadt zu blockieren.

Die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger am 7. März heißt es abzuwarten. Ich mache meine Aufgabe aber sehr gerne und möchte die begonnene Amtsperiode zum Wohle der Stadt zu Ende führen.

Redaktion: Vielen Dank, Herr Ennullat.

Die ominösen 30.000 EUR

27. Februar 2021

Matthias Fischer

Ich war ehrlich gesagt schon entsetzt, als ein selbst ernannter Kolportagejournalist im August 2020 in einem linken Wochenblatt ungeprüft die Behauptung wiedergeben durfte, Swen Ennullat wäre für seine Kandidatur von der AfD mit 30.000 (in Worten: dreißigtausend) Euro unterstützt worden.

Manchmal muss man aber ein wenig im Gedächtnis kramen, bis einem Zusammenhänge in den Sinn kommen:

Am 26. Januar 2018, drei Monate nach der Bürgermeisterwahl, war ich bei einem Bürgerstammtisch im Pro Fete in Königs Wusterhausen. Es ergab sich ein Gespräch mit dem damaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden und heutigen Landtagsabgeordneten Ludwig Scheetz, der mich tatsächlich zu unserem »tollen Wahlkampf« für den frisch gewählten Bürgermeister beglückwünschte. Er war wohl auch der Meinung, dass die Medienagentur, in der ich tätig bin, den Wahlkampf bestritten hätte und meinte, dass das wohl in Summe an die dreißigtausend Euro gekostet haben müsse.

Ich teilte ihm mit, dass unsere Agentur überhaupt nichts mit diesem Wahlkampf zu tun hatte, sondern eine größere Zahl von Menschen mit ihren enormen Eigenleistungen und kleinen Spenden dazu beigetragen hatte, dass es ein so erfolgreicher Wahlkampf geworden war. Das war für ihn als SPD-Funktionär womöglich außerhalb seiner Vorstellungskraft, dort beauftragt man Agenturen und Dienstleister, die sich ihren Auftrag gut bezahlen lassen.

Jetzt endlich kann ich aber den Zusammenhang mit dem überaus schädlichen Gerücht erkennen, Ennullats Wahlkampf sei von der AfD finanziert worden.

Durchschaubar ist auch der Zweck, der mit einer solchen Propaganda verfolgt wird: Man konstruiert einen Pakt des Bürgermeisters mit der AfD und diffamiert ihn, der in seiner beruflichen Tätigkeit immer auch gegen Rechtsextreme und Nazis gekämpft hat, damit in der Öffentlichkeit.

Anm. der Redaktion: Uns liegen mehrere Eidesstattliche Versicherungen vor, die bestätigen, dass es nie von Seiten irgendwelcher Parteien, rechter Vereinigungen oder dem als sogenannter »Reichsbürger« verleumdeten Herrn Thümmler eine finanzielle Zuwendung für Ennullats Wahlkampf gab.

Ein angeblicher Brief von angeblich 25 Mitarbeitern der Hauptverwaltung

26. Februar 2021

Redaktion Stadtfunk

Ein anonymer Brief tauchte vor einigen Tagen auf. Fand sich ganz wundersam im Posteingang des Bürgermeisters und in den privaten Briefkästen einiger Fraktionsvorsitzender.

Der Inhalt: eine mehrseitige Litanei voller wüster Beschimpfungen, Unterstellungen, Lügen und Halbwahrheiten gegen den Königs Wusterhausener Bürgermeister und gegen einige seiner Führungskräfte. Absender sollen 25 Mitarbeiter der Hauptverwaltung sein.

Auch der Redaktion „Stadtfunk KW“ lag dieses Schreiben vor, wir entschlossen uns jedoch, darüber nicht zu berichten, aus Zweifeln an der Authentizität, aber auch wegen der völligen Haltlosigkeit des Inhalts, der in Teilen möglicherweise gar strafbewehrt ist.

Umso mehr waren wir verwundert, dass das Schreiben umgehend von Stadtpolitikern und der Lokalredaktion der MAZ für bare Münze genommen und daraus mit Inbrunst zitiert wurde – offensichtlich ohne jede Prüfung der Echtheit dieses Schreibens. Andererseits ist das auch nicht mehr verwunderlich, denn ein »Bündnis 21« aus Parteipolitikern unterschiedlichster Provenienz unter Führung der SPD ist gerade dabei, mit blinder Wut und Schaum vor dem Mund einen parteilosen und unbestechlichen Hauptverwaltungsbeamten zu verleumden und im Amt in aller Öffentlichkeit zu beschädigen; mit dem einzigen Ziel, ihn per Bürgerentscheid abwählen zu lassen, und um die alten Machtverhältnisse des Parteienklüngels wieder herzustellen.

Man muss sich ein paar Fragen stellen, um den Urhebern auf die Spur zu kommen.

  • Wenn wirklich 25 von 170 Mitarbeitern der Kernverwaltung mit einem funktionierenden Personalrat die Urheber wären, hätten sie es nötig, sich derart in der Anonymität zu verstecken?
  • Wieso haben die 25 nicht wenigstens einen Anwalt oder Notar als Vertrauensperson benannt, der ihre angeblichen Behauptungen belegen kann?
  • Warum gab es in den letzten Jahren keine Anzeigen der unzähligen Vorfälle beim Personalrat oder der Leiterin des Personalamtes, wie sie im Brief beschrieben werden?
  • Warum nennen sich die Absender des Briefes Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Hauptverwaltung, wenn rathausintern dieser Begriff gar nicht benutzt wird, sondern gemeinhin von Kernverwaltung gesprochen wird?

Aber nein, man ist sich ja ganz sicher, dass es auch so reicht – es prüft ja eh keiner nach und die MAZ drückt dem Ganzen ihr »Geprüft« Siegel auf. Sind also wirklich 25 interne Mitarbeiter der Verwaltung die Urheber? Oder ist dieser vernichtende Akt nicht vielmehr von außen gesteuert, vielleicht mit ein paar Helfern aus dem Rathaus?

Im Hauptausschuss der Stadt am 23. Februar 2021 äußerte sich Bürgermeister Ennullat zu diesem anonymen Schreiben und den Vorwürfen. Zuvor hatte er sich mit dem Personalrat des Rathauses, mit allen fünf Fachbereichsleitern und der Leiterin des Personalamtes in gemeinsamer Sitzung ausgesprochen. Einhellig wurde ihm dort versichert, dass es keine  Hinweise auf Mobbing oder derlei im Brief angesprochenen Vorkommnisse und Verfehlungen gebe.

In gleicher Sitzung stellte der Bürgermeister Ennullat Herrn Hanke (SPD)*, ehemaliger SVV-Vorsitzender, heute Vorsitzender des Kreistags LDS, öffentlich zur Rede, wie er dazu komme, öffentlich per Statement zu behaupten, »der Bürgermeister verbreite Angst und Schrecken unter den Mitarbeitern des Rathauses«. Die Antwort von Herrn Hanke war, dass er das aus eben diesem anonymen Brief wisse! Macht er sich damit etwa einen Brief mit Behauptungen, die möglicherweise einen Straftatbestand erfüllen, zu eigen, ohne ihn selbst auf den Wahrheitsgehalt zu prüfen oder überlässt er das auch der MAZ?

Auch ein großer Scharfmacher in den sozialen Medien, Christian Dorst, SVV-Mitglied und Fraktionsvorsitzender von Wir-für-KW, bekundete öffentlich, dass bei ihm ein derartiger Brief in seinem Poststapel liege und stellte diesen als PDF eilfertig auf eine »in Windeseile an den Start gebrachte« Webseite, die er laut Impressum mit dem SVV-Mitglied Dirk Marx gemeinsam betreibt.

Der Redaktion liegt zu ebendiesem PDF auf der Webseite von Dorst und Marx inzwischen ein datenforensischer Bericht vor, der besagt, dass die Datei keineswegs aus einem ausgedruckten und abgescannten Brief entstanden ist, sondern eine direkte Ausgabe einer Textdatei aus einem Computer ist. Daher besaß Dorst selbst also die Briefdatei auf seinem Rechner. Interessanterweise veröffentlichte Dorst einige Tage später auf ebendieser Webseite einen von ihm selbst verfassten Kolportagebericht über eine investigative Journalistin, dessen PDF-Wiedergabe exakt dieselben Merkmale aufweist. Das stellt ein Gutachten eingehend dar.

Die Schlussfolgerung ist, dass Dorst nicht die Wahrheit sagt und er an der Entstehung dieses anonymen Schriftstücks beteiligt sein muss. Wir meinen, dass dies das gesamte Konstrukt des angeblichen »Hilferufs« der Verwaltungsangestellten auf äußerst wackelige Beine stellt. Andererseits könnte es ja immer noch sein, dass die 25 Rathausmitarbeiter sich zu ihrem Schreiben öffentlich bekennen und die Beweise auf den Tisch legen… Bei Dorst bliebe aber immer noch die Lüge haften, indem er öffentlich behauptet, er hätte besagtes anonymes Schreiben mit der Post bekommen.

Georg Hanke (SPD) sagte 2017 noch vor der Stichwahl zum Bürgermeister, im Wissen, dass er diese verlieren würde: „Wenn Ennullat Bürgermeister wird, hängen wir ihm was an und lassen ihn abwählen“ (Stadtfunk berichtete)

 

»…und dann werden wir ihn abwählen lassen!«

26. Februar 2021

Redaktion Stadtfunk

Der kühne Plan des Georg Hanke

»Wir werden ihm was anhängen und dann werden wir ihn abwählen lassen.«  

Diese schwerwiegenden Worte sagte der Bürgermeisterkandidat Georg Hanke über Ennullat  am 5.10.2017, wenige Tage vor der Stichwahl, im Beisein von mehreren Zeugen* im Sender Hitradio SKW.

Im Oktober 2017, noch vor der Auszählung der Stimmen zur Bürgermeister-Stichwahl, stand also der Abwahl-Plan bereits fest!

Nun hat es ganze dreieinhalb Jahre gedauert, bis die Träume des Georg Hanke endlich wahr werden sollen, zu korrekt und standhaft war Ennullat in seinem Amt. Diverse Versuche hat es gegeben. Letztlich scheiterte gar die versuchte Suspendierung vor Gericht.

Im Gerichtsbeschluss des Eilverfahrens gegen die Suspendierung führten die Richter gar aus (VG 4 L 264/20, S.10): »Das weitere denkbare Verfahren der Abwahl (…) liegt ebenfalls fern«. Das Gericht sah also die über 20 vorgebrachten Gründe für die Suspendierung als nicht schwerwiegend genug für eine Abwahl an!

Jetzt ist es an den Bürgern, darüber zu entscheiden – Sie müssen den Plan von Parteifunktionären, die ihre Macht verloren sahen, erfüllen. Die gleichen Bürger, die damals gegen den Filz und die politischen Zustände für Ennullat gestimmt hatten, werden nun von ihren gewählten Kommunalpolitikern dafür missbraucht, ihre Ämter und ihre Macht wiederzuerlangen.

Aber wir wissen ja, dass „nicht sein kann, was nicht sein darf…“

*Der Redaktion liegen eidesstattliche Erklärungen vor.

Clunie

25. Februar 2021

Katharina Ennullat, Einwohnerin und Ortsvorsteherin von Niederlehme

Ina Engel (SPD) behauptet auf einem Propagandaflyer „Nicht einmal die vor Jahren versprochene Sanierung unseres Jugendclubs Clunie ist auch nur ansatzweise umgesetzt worden.“

FAKT IST:

Insgesamt werden 600.000 € in die Sanierung des CluNie investiert

Chronologie:

  • Einstellung von Haushaltsmitteln in 2019 nach der vorläufigen Untersuchung des Sanierungsbedarfs
  • März 2019 erfolgte die Ausschreibung der Planungsleistungen
  • Mai 2019 ein Planer wurde gebunden
  • November 2019 lagen erste Ergebnisse der Leistungsphase 3 vor (Entwurfsplanung)
  • Ende November 2019 haben der Heimatverein Niederlehme e.V., die Seniorengruppe und der Stadtjugendring ihre Wünsche und Anforderungen der Stadtverwaltung mitgeteilt
  • Februar 2020 wurde die Sanierung durch den Sachgebietsleiter Hochbau der Stadtverwaltung vorgestellt
  • 2020 wurden Planungen vorangetrieben
  • Februar 2021 liegen die Ausführungsplanung und Ausschreibungs-Leistungsverzeichnisse vor
  • Bauseits war es geplant mit den Bauarbeiten am 01.03.2021 zu beginnen. Aufgrund personeller Engpässe in der Vergabestelle sind die Bauleistungen noch nicht ausgeschrieben worden, sodass der Baubeginn sich in Abhängigkeit vom Ausschreibungsverfahren verschiebt

Folgende Festlegungen wurden getroffen:

  • Dachsanierung (erledigt im Juni 2019)
  • WDVS-Fassadendämmung, zum Teil neue Fenster
  • Brandschutz, Elektromodernisierung, Heizung
  • Barrierefreiheit (Rampe am Eingang, WC-Anlagen)
  • Umgestaltung WC Anlagen
  • Mehrzweckraum für bis zu 84 Personen
  • eigener abschließbarer Raum für die Jugendlichen
  • Archivraum für Heimatverein
  • Putzmittelraum, Garderobenecke, Bar und Zapfanlage werden entfernt

So sieht der Clunie heute aus. (Foto privat)

Aktuelle Nutzer

Heimatverein Niederlehme, Volkssolidarität, Stadtjugendring, private Nutzung

Grundriss, so soll der CluNie später einmal aussehen           (Foto: Stadt Königs Wusterhausen)

 Vergangenheit und Zukunft

Das Objekt in der Triftstr. 9 wurde vermutlich 1985/86 errichtet. Seit der Errichtung wurden keine einheitlichen und grundhaften Sanierungs- und Umbaumaßnahmen durchgeführt. Über die Zeit gesehen wurden lediglich 1993 eine Gastherme eingerichtet, die Fenster erneuert, die Akkustikdecke eingezogen und das Dach mit EPS Dämmung versehen. Böden und Wände wurden regelmäßig instandgesetzt.

Eine Baugenehmigung ist auf Grund des Umfangs und der Arbeiten an der Fassade und am Dach notwendig. Darüber hinaus erfordert eine Nutzungsänderung (Veränderung räumlicher Zuordnung eines Raumes) und die Genehmigung des Brandschutzkonzeptes einen Bauantrag. Die zukünfige Nutzung des CluNie wird dann im Rahmen einer Satzung erfolgen, wie im „Bürgertreff“  oder im Bürgerhaus „Hanss Eisler“