Kategoriearchiv: ORTSTEILE

Müllhalde Zernsdorf

17. Januar 2018

Karin Schwitalla, Matthias Fischer, Ortsbeiratsmitglieder Zernsdorf
Ein Sonntagsausflug

Der letzte Sonntag führte uns in die nähere Zernsdorfer Umgebung. Dass die sich im Winter nicht grün und blühend präsentieren würde, war uns wohl bewusst. Aber bunt war das Bild doch! Denn was wir allenthalben vorfanden, war Müll, Müll und nochmal Müll. Und zwar solche Massen, dass  man mit ein paar Müllbeuteln nicht sehr weit kommt. Menschen, die hier wohnen oder arbeiten, und die eigentlich Verantwortung zeigen sollten für ihr Umfeld, entledigen sich ihrer Abfälle völlig gewissenlos in freier Natur. Geplant, absichtlich, oder soll ich sagen »mit Vorsatz«? Und das, ob wohl man alles einen Kilometer weiter umweltfreundlich und kostengünstig beim SBAZV abgeben kann? Das nenn ich doch wirklich eine schlechte Kinderstube!

Hier ein paar Bilder, die man nicht weiter kommentieren muss. Die Stadt ist leider ziemlich hilflos, denn es gelingt kaum, einen Verursacher zu überführen. Und nur wenn Bürger die Stellen abseits der Hauptstraßen bei der Verwaltung melden, können die Müllhaufen auch gelegentlich entfernt werden. Bis dahin »erfreuen« wir uns daran beim Sonntagsspaziergang…

 

 

Festveranstaltung 3 Jahre Bürgerstiftung

15. Januar 2018

Anne Keding, Bürgerstiftung KW

Wir haben mit fast 60 Teilnehmern aus Gründungsstiftern, Bürgermeister, Ortsvorstehern und diversen Akteuren aus den Projekten anlässlich des dritten Jahrestages der Gründung unserer noch jungen Stiftung im historischen „Maschinensaal / Funker Museum“ eine schöne kleine Festveranstaltung durchführen können. Redebeiträge, unter anderem unseres Schirmherren, Bürgermeister Swen Ennullat, zur zukünftigen Zusammenarbeit mit der Bürgerstiftung sowie durch Frau Kliem, Schulleiterin der Fontane-Grundschule in Niederlehme zu ihren Eindrücken und zur aktuellen Schulentwicklung mit und durch unser Anti-Gewalt-Projekt „Held oder Feigling“ an ihrer Schule, brachten den Teilnehmern die Entwicklung und die Arbeit der Stiftung näher. Umrahmt wurde unsere Veranstaltung durch musikalische Beiträge am Flügel von zwei jungen Klavierschülern der Kreismusikschule Dahme- Spreewald, die hierbei für einen Wettbewerb erfolgreich proben konnten, eingeführt durch Frau Olga Ruschke.  Herr Hans-Heinz Müller freute sich als Kuratoriumsmitglied unserer Stiftung über das Wachstum und den weiter zunehmenden Bekanntheitsgrad der Stiftung und betonte, dass „das kleine Pflänzchen Bürgerstiftung Königs Wusterhausen schließlich mit dem noch kleinen Stiftungsstock für die Ewigkeit angelegt wäre“.  Alle anwesenden Gründungsstifter konnten ihre persönliche Stifterurkunde unserer im Stifterverzeichnis des Landes Brandenburg unter der Nummer 220 (von derzeit 248) eingetragenen Stiftung entgegen nehmen. Bei Kaffee und Kuchen und in persönlichen Gesprächen, u. a.  an kleinen Projekt-Informations-Tischen zur weiteren und geplanten Arbeit sowie einer kleinen Fotogalerie zur bisherigen Arbeit der Stiftung klang die Jubiläumsveranstaltung gegen 17 Uhr aus.

Fotos: M8

Bürgermeister stellt Entwurf einer neuen Kita-Satzung vor

11. Januar 2018

Pressemitteilung der Stadt Königs Wusterhausen

Bürgermeister Swen Ennullat stellte am 10. Januar 2018 den Stadtverordneten und Vertretern von Kindertagesstätten den Entwurf einer neuen Kita-Satzung vor. Sie soll rückwirkend zum 1. Juli 2017 für alle kommunalen Kitas und Horte in Kraft treten und zu einer spürbaren finanziellen Entlastung der Eltern in Königs Wusterhausen führen. Mit der Überarbeitung der erst seit wenigen Monaten gültigen Satzung werden unter anderem die aktuellen Rechtsprechungen des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg berücksichtigt.

Neben spürbaren Beitragssenkungen kommt es zu folgen Veränderungen: Zu Gunsten der Eltern wird das zu veranlagende steuerpflichtige Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit bei der Berechnung des Elternbeitrages künftig um 35 Prozent statt wie bisher um 27 Prozent reduziert. Bei einem bereinigten Einkommen von unter 1.100 Euro bleiben die gesetzlich festgeschriebenen Mindestelternbeiträge bestehen. Hier konnten keine Senkungen mehr vorgenommen werden. Alle anderen Beiträge erfahren deutliche Reduzierungen.

Für Pflegekinder wird zukünftig nur der Mindestbeitrag erhoben. Des Weiteren werden jetzt alle unterhaltsberechtigten Kinder in der Familie bei der Festsetzung des Elternbeitrages in Form eines Geschwisterrabatts berücksichtigt: Jedes Geschwisterkind minimiert den Elternbeitrag um weitere 10 Prozent. Die Einkommensstufen werden von 53 auf 19 Stufen reduziert und damit übersichtlicher gestaltet. Um die Betreuungszeiten zu verbessern, wird die Anzahl der Schließtage in den kommunalen Einrichtungen auf zehn Wochentage jährlich plus Heiligabend und Silvester begrenzt.

Bürgermeister Swen Ennullat ist nicht nur in rechtlicher Hinsicht von der Zukunftsfähigkeit des Satzungsentwurfs überzeugt. „Die Stadt Königs Wusterhausen ist gefordert, zu Gunsten unserer Familien eine noch größere Verantwortung in der Finanzierung der Kindertagesbetreuung zu übernehmen. Mit Inkrafttreten dieser Satzung wird sich unser Zuschuss allein für die kommunalen Einrichtungen um circa 1 Mio. Euro auf insgesamt circa 2,8 Mio. Euro jährlich erhöhen. Dies stellt natürlich eine große Herausforderung für den kommunalen Haushalt dar“, so der Bürgermeister. Die Stadtverwaltung sei bereit, sich dieser Aufgabe zu stellen. Die Entscheidung liege jedoch letztendlich bei den Stadtverordneten. „Wir werden in den kommenden Fachausschüssen intensiv für diese Lösung werben und hoffen auf ein positives Votum noch im ersten Quartal 2018.“

Berechnungsbeispiele des Vorschlags der Stadtverwaltung:

Wöchentliche Betreuung Bereinigtes Elterneinkommen Bisheriger monatlicher Elternbeitrag Künftiger monatlicher Elternbeitrag
Krippenkind > 40 Stunden 2.000 Euro 168,00 Euro 74,55 Euro
Krippenkind > 40 Stunden 4.100 Euro 308,57 Euro 147,26 Euro
Kind > 3 Jahre > 40 Stunden 2.000 Euro 131,60 Euro 58,33 Euro
Kind > 3 Jahre > 40 Stunden 4.100 Euro 233,95 Euro 102,65 Euro
Hortkind > 20 Stunden 2.000 Euro 77,00 Euro 39,95 Euro
Hortkind > 20 Stunden 4.100 Euro 134,97 Euro 69,62 Euro

Auf dem Foto im Podium von links: Maren Zschenderlein (Sachbearbeiterin Kita), Ilka Voth (Beteiligungsmanagement und Kitakalkulation), Sabine Bösenberg (Sachgebietsleiterin Bildung und Familie) und Jens M. Schröder, Brandt Rechtsanwälte, beratender Anwalt (Quelle:Stadt KW)

Zuschauerkritik zur Brandenburg Aktuell Sendung vom 8. Januar 2018

9. Januar 2018

Ein Brief von Wolfgang Almus an den RBB

Sehr geehrte Mitglieder der Redaktion,

der rbb war in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen am 08.01.2018 zugegen und berichtete sowohl über den Abwahlantrag des Beigeordneten/stellvertretenden Bürgermeisters als auch über die geplante Kita im Ortsteil Zernsdorf der Stadt Königs Wusterhausen (Link: http://mediathek.rbb-online.de/tv/Brandenburg-aktuell/Brandenburg-aktuell-vom-08-01-2018/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822126&documentId=48996602).

Leider lässt Ihr Beitrag zu beiden Tagesordnungspunkten jegliche Objektivität vermissen und/oder die zugrunde liegenden Recherchen waren völlig unzureichend. Ich hatte auch Ihnen mehrfach Mails mit Anlagen zum o. g. Kita-Vorhaben übersandt, die es Ihnen eigentlich unschwer ermöglicht hätten, sich vom Zernsdorfer Kita-Projekt ein objektives Bild zu machen und objektiv zu berichten. Die Mails haben Sie offensichtlich ignoriert, was ich im Sinne einer objektiven Berichterstattung höchst ärgerlich und problematisch finde.

Zur Vorgeschichte der Zernsdorfer Kita:
Über Jahre haben der Bürgermeister Dr. Franzke und das Stadtparlament den durch den erfreulichen Zuzug junger Familien mit Kindern entstehenden Kita- und Schulplatzbedarf im Stadtgebiet (vor allem in Zernsdorf) ignoriert. Kommunaler Legislative und Exekutive waren z. B. eine unsinnige Hafenerweiterung, der Bau eines neuen Rathauses, die Gestaltung des Bahnhofumfeldes und der Bau eines neuen Gemeinschaftshauses im Ortsteil Kablow leider viel wichtiger, als sich um so nebensächliche Tatbestände wie Kita- und Schulplätze zu kümmern.

Erst in seiner letzten Amtswoche legt der (Gerade-noch-)Bürgermeister Dr. Franzke der Stadtverordnetenversammlung am 09.10.17 eine Beschlussvorlage vor, mit der Bau und Betrieb einer geplanten Zernsdorfer Kita einem freien Träger übertragen werden sollte. (Nach meiner Kenntnis war einziger Interessent dafür die AWO, deren Beisitzer im AWO-Regionalverband fast ausschließlich aus SPD-Mitglieder bestehen, z. B. dem Stadtverordneten Herrn Scheetz.) Weder war die Eilbedürftigkeit des Kita-Baus quantitativ belegt noch die Übertragung von Bau und Betrieb der Kita an einen freien Träger über 30 Jahre mit Zahlen wirtschaftlich begründet. Trotzdem folgte das Stadtparlament dieser durch keinerlei Fakten begründeten Beschlussvorlage des Dr. Franzke (Anhang 1).

Gegen diesen Beschluss des Stadtparlamentes richtete sich unsere Rechtsaufsichtsbeschwerde beim Landrat vom 12.10.17 (Anhang 2). Gerade die Begleitumstände, die sich um die AWO-Kita Am Kirchplatz ranken, sind äußerst merkwürdig (Anhang 3). Insgesamt werden Bau und Betrieb der AWO-Kita Am Kirchplatz (auf einem kommunalen Grundstück!) auf jeden Fall für den Steuerzahler ein teures „Geschäft“: Rund 2,2 Mio. € Baukosten stehen „Mietkosten“ von mehr als 4 Mio. € für die Stadt gegenüber, sicher zu erwartende Mietsteigerungen nicht eingerechnet.

Aufgrund unserer Rechtsaufsichtsbeschwerde musste das o. g. verfahrensfehlerhafte Verfahren erneut in die parlamentarischen Beratungen, nun aber unter Einbeziehung des Ortsbeirats Zernsdorf. Sie lassen in Ihrem Beitrag nun ausgerechnet Herrn Scheetz (SPD) und Herrn Reimann (Mitglied bei den Linken in Berlin, Sprecher von „Wir für KW“) zu Wort kommen, die über den rbb unwidersprochen verbreiten dürfen, dass der neue Bürgermeister „alle alten Beschlüsse der letzten acht Jahre hinterfrage“, „sich als Untersuchungsgremium empfinde“ und es deshalb zu Verzögerungen bei der geplanten Kita komme. Das ist sachlich schlicht falsch. Herr Ennullat ist jedoch für Verzögerungen bei der geplanten Zernsdorfer Kita keineswegs verantwortlich, sondern vielmehr sind es der ehemalige Bürgermeister Dr. Franzke und das Stadtparlament (siehe Beschlussvorlage von Dr. Franzke).

Denn: Eine „Wirtschaftlichkeitsberechnung“ mit Datum vom 06.09.17 (also aus der Franzke-Zeit!) zur Übertragung von Bau und Betrieb der Zernsdorfer Kita an einen freien Träger (=AWO?!) wurde erst Ende November vorgelegt (Anhang 4). Dieses Zahlenwerk ist kompletter Unfug (Anhang 5), was ich sowohl der SVV in Form einer Petition als auch Ihnen (mit der Bitte um Unterstützung!) begründet mitgeteilt hatte.

Herr Ennullat hingegen hat der SVV in den wenigen Wochen, die er im Amt ist, einerseits quantitativ begründet, weshalb die Zernsdorfer Kita in kürzest möglicher Zeit errichtet werden muss (Anhang 5). Andererseits hat er zeitgleich nach Möglichkeiten gesucht, wie baulich die Zeitdauer der Kita-Errichtung verkürzt werden kann, darüber auch bereits mit dem Landratsamt gesprochen und der SVV eine Kita in „Modulbauweise“ vorgeschlagen, samt einer Wirtschaftlichkeitsberechnung noch Anfang Dezember (Anhang 6). Trotzdem verweigerte eine Mehrheit der SVV am 11.12.17 ihre Zustimmung dazu und verwies die Kita-Angelegenheit zurück an den Ortsbeirat und zwei Fachausschüsse. Begründung: „Die SVV müsse den sparsamen Umgang mit Steuergeldern überwachen.“ Dass die SVV genau das nicht getan hat am 09.10., war ja der eigentliche Anlass für unsere Rechtsaufsichtsbeschwerde. Nur so konnte der völlig unbegründete Franzke-Unsinn (Bau und Betrieb der Kita durch einen freien Träger) , den die SVV „abgenickt“ hatte, gestoppt werden.

Nun endlich hat die SVV heute, am 08.01., endlich beschlossen, dass der längst überfällige Bau der Zernsdorfer Kita angegangen werden kann.
Ihre Berichterstattung würdigt leider in keiner Weise, mit welchem Engagement sich Herr Ennullat für die geplante Zernsdorfer Kita eingesetzt hat und dass einige Mitarbeiter/-innen der Verwaltung auf ihren Urlaub zum Jahreswechsel verzichtet haben, um ihm zuzuarbeiten. Das ist nicht fair gegenüber dem neuen Bürgermeister und seinen Mitarbeitern/-innen.

Auch Ihre Berichterstattung zum Abwahlantrag des Beigeordneten lässt Objektivität vermissen. Richtig ist, dass der Abwahlantrag mit 19 gegen 8 Stimmen abgelehnt wurde. Eindeutig tendenziös ist hingegen der Kommentar Ihrer Reporterin Malter, es seien hauptsächlich Vertreter der AfD und der FDP gewesen, die dem Abwahlantrag zugestimmt hätten. Richtig ist: In der SVV sitzen lediglich je zwei Vertreter der AfD und der FDP, also maximal 4 von 8 Stimmen. Herrn Ennullat mit der AfD in Beziehung zu setzen, halte ich für schlicht unverschämt.

Zur Sache selbst: Der Beigeordnete ist zusammen mit dem Ex-Bürgermeister Dr. Franzke dafür verantwortlich, dass aktuell nicht nur in gravierendem Umfang Kita- und Schulplätze fehlen, sondern auch Steuergelder in Millionenhöhe „verbraten“ wurden/werden für Rathausneubau, Hafenerweiterung, Rad-Parkhaus, Gemeinschaftshaus in Kablow etc. etc. Es ist nicht erkennbar, dass der Beigeordnete Perlick irgendeine Einsicht in seine Fehler der Vergangenheit zeigt. Zudem: Ist eine Ehe zerrüttet, wird sie nicht dadurch wieder „gekittet“, wenn man die Ehepartner zwingt, zusammen zu bleiben. Genau das macht aber nun die SVV mit Herrn Ennullat und seinem Stellvertreter.

Das o. g. Abstimmungsbild der SVV zeigt lediglich, dass sich die überwiegende Mehrheit der Stadtverordneten nicht mit dem fulminant hohen Wahlergebnis von Herrn Ennullat abfinden kann, während die Partei-Kandidaten allesamt grandios „durchgefallen“ sind. Das ist traurig für die Stadt und die Bürgerschaft von Königs Wusterhausen. Bis zur nächsten Kommunalwahl wird vermutlich die Blockadehaltung der SVV andauern. Dann wird man sehen, was die Wahlbürger davon halten.

Ich erwarte trotzdem von Ihnen als öffentlich-rechtlichem Sender, dass Sie Ihre Berichterstattung in den nächsten Tagen in „Brandenburg Aktuell“ richtig stellen, und empfehle Ihnen zukünftig, mehr Sorgfalt bei Ihren Recherchen aufzuwenden.

Abwahl des Ersten Beigeordneten mehrheitlich abgelehnt

9. Januar 2018

Pressemitteilung der Stadt Königs Wusterhausen

In der Stadtverordnetenversammlung am 8. Januar 2018 stimmten die Abgeordneten über die Abwahl des Ersten Beigeordneten Jörn Perlick ab. Bürgermeister Swen Ennullat hatte am 21.11.2017 den Antrag zur Abwahl gestellt. Begründet hatte er dies mit einem zerrütteten Vertrauensverhältnis zu seinem Stellvertreter. Über die Abwahl war laut § 60 Abs. 3 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung ohne Aussprache abzustimmen.
Mit einer Mehrheit von 19 Stimmen wurde der Antrag auf Abwahl abgelehnt. Die Amtszeit des Ersten Beigeordneten Jörn Perlick endet damit regulär am 11.01.2019. Die Bearbeitung des laufenden Disziplinarverfahrens obliegt dem Landkreis Dahme-Spreewald.
„Presseberichterstattungen, dass dem Ersten Beigeordneten zuvor keine Möglichkeit einer persönlichen Erklärung gegenüber den Stadtverordneten im nicht-öffentlichen Teil des Hauptausschusses eingeräumt wurde, sind falsch“, so Bürgermeister Ennullat. Vor der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung tagte der Hauptausschuss, zu dem Perlick erschienen war, um eine Stellungnahme abzugeben. Da der Erste Beigeordnete zurzeit dienstunfähig ist, wurde er vom Bürgermeister darauf hingewiesen, dass er durch eine aktive Teilnahme an der Sitzung seinen Dienst wieder antrete. Nach diesem Hinweis entschied sich der Beigeordnete, das Rathaus wieder zu verlassen.
Während der „Abkühlungsfrist“ von sechs Wochen zwischen Antragstellung und Entscheidung hatte der Erste Beigeordnete die Gelegenheit, an Sitzungen der Fraktionen teilzunehmen, um die Situation aus seiner Sicht zu schildern, wovon er Gebrauch machte.

Das Ergebnis der namentlichen Abstimmung im Überblick:

Für die Abwahl stimmten:

Volker Peter Born (FDP)
Swen Ennullat (parteilos)
Benjamin Filter (AfD)
Andreas Kalbitz (AfD)
Raimund Tomczak (FDP)
Birgit Uhlworm (FWKW/UFL)
Harald Wilde (fraktionslos)
Priska Wollein (FWKW/UFL)

Dagegen stimmten:

Peter Dittrich (CDU)
Niko Dorendorf (DIE LINKE)
Peter Dreher (CDU)
Ina Engel (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Nancy Engel (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Jürgen Förster (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Heinz-Georg Hanke (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Frank Häusler (DIE LINKE)
Andre Hollo (CDU)
Thorsten Kleis (DIE LINKE)
Angela Laugsch (DIE LINKE)
Stefan Ludwig (DIE LINKE)
Anne Müller (DIE LINKE)
Michael Reimann (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Dr. Frithjof von Rottkay (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Ludwig Scheetz (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Tobias Schröter (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Elke Voigt (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)
Reinhard Wenzel (SPD/Wir-für-KW-Fraktion)

Der Stimme enthielten sich:

Manfred Jauert (DIE LINKE)
Laura Lazarus (CDU)
Christian Möbus (CDU)

Nahmen nicht an der Sitzung teil:

Martin Meinert (CDU)
Ronny Friedrich (fraktionslos)
Patrick Lüdtke (fraktionslos)

Neubau einer Kita in Modul-Schnellbauweise beschlossen

9. Januar 2018

Pressemitteilung der Stadt Königs Wusterhausen

Die Stadtverordneten stimmten auf der Sondersitzung am 08.01.2018 für den Bau einer Kindertagesstätte in Zernsdorf in schneller Modulbauweise und folgten damit im zweiten Anlauf dem Vorschlag des Bürgermeisters Swen Ennullat. Die Kapazität der neu zu bauenden Kindereinrichtung soll bei mindestens 132 Plätzen liegen, die Ausschreibung materialneutral erfolgen.
Damit wurde der Beschluss vom 09.10.2017 aufgehoben. Er sah noch eine konventionelle Bauweise vor, die erheblich mehr Zeit in Anspruch genommen und keine Fertigstellung vor 2021 vorgesehen hätte. Jetzt soll nach Fertigstellung der Ausschreibungsunterlagen die Phase für Planung und Bau innerhalb von 13 Monaten abgeschlossen sein. Die Verwaltung hatte zuvor erstmalig umfangreiche Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorgelegt sowie auf Wunsch von Stadtverordneten mehrfach ergänzt und angepasst.
Bürgermeister Swen Ennullat dankte den Abgeordneten für diese Entscheidung: „Sie ist der erste Schritt in die richtige Richtung. Weitere werden folgen müssen, um die selbst verschuldete Notsituation der Kindertagesbetreuung im Interesse unserer jungen Familien zu lösen.“
Die Festlegung, ob die Kindertagesstätte durch die Stadt Königs Wusterhausen oder durch einen freien Träger betrieben wird, soll bis März 2018 durch einen separaten Beschluss geregelt werden. Der Ortsbeirat Zernsdorf favorisiert eine kommunale Trägerschaft. Der Bürgermeister respektiert diese Entscheidung und wird den Vorschlag entsprechend einbringen.

Antwort von Herrn Almus auf einen Brief von Herrn Kretschmar zu seiner Petition an die SVV

8. Januar 2018

Unser Autor Wolfgang Almus erhielt auf seine Petition zu geplanten Kita in Zernsdorf (hier nachzulesen) ein Mail von Uwe Kretschmar aus Königs Wusterhausen. Herr Kretschmar schreibt:

mit Interesse habe ich ich Ihren offenen Brief gelesen. Mittlerweile, sind aber die Beschlussvorlagen, zur SVV 8.1.18 öffentlich zugänglich. Dort werden nun alle bisher vom Bürgermeister Ennullat, ad absurdum geführt! Von ihm selbst! Alle bisher von ihm genannten Zahlen, mussten drastisch nach oben korrigiert werden. Die Bauzeit der von ihm vorgeschlagenen Modul-Kita, ist jetzt auf 22 Monate anberaumt. Wie sehen Sie jetzt das schnelle, vielleicht auch überschnelle und nicht ausgereifte Vorgehen von Herrn Ennullat?

Hier die Antwort von Wolfgang Almus:

Sehr geehrter Herr Kretschmar,
vielen Dank für Ihre u. g. Email, zu der ich gerne abschließend Stellung nehme.
Ich vermag Ihre Auffassung, Herr Ennullat führe sich selber ad absurdum, nicht zu teilen:
Der neue Bürgermeister steht wegen des Rechtsanspruches auf einen Kita-Betreuungsplatz und daraus resultierenden potenziellen Schadenersatzansprüchen gegen die Stadt leider unter ganz erheblichem Zeitdruck, weil in der Franzke-Zeit über Jahre die rechtzeitige Planung von Kita- und Schulbauten „verschlafen“ worden ist (weitere Beispiele neben dem Kita-Problem: Grundschulen Senzig, Zernsdorf). Auch unser Stadtparlament ist -ebenfalls über Jahre- untätig geblieben, was diese Angelegenheiten betrifft. Das bezeichne ich als völliges Versagen der Franzke-Verwaltung und unseres Parlamentes.

Wenn man bedenkt, dass sich der neue Bürgermeister erst seit dem 18.10. im Amt befindet, sich einarbeiten muss in die Funktionen eines Bürgermeisters einschließlich Spezifika der Stadt Königs Wusterhausen und geradezu „überrollt“ wird von den vielfältigen Problemen aus der Franzke-Zeit, finde ich es nicht erstaunlich, dass Wirtschaftlichkeitszahlen und Zeitangaben z. B. zur geplanten Kita in Zernsdorf hier und dort ein wenig korrigiert werden müssen. Jeder neue Amtsinhaber hat normalerweise 100 Tage „Schonfrist“, um sich in sein Amt einarbeiten zu können. Der neue Bürgermeister hatte diese Zeit nicht, weil sich der alte Bürgermeister samt Mehrheit der SVV nicht „gekümmert“ hatten und viele Probleme nun virulent sind.

Die Franzke-Vorlage zu Bau und Betrieb der geplanten Kita in Zernsdorf (=Beschluss der SVV am 09.10.17!) begründete weder die Eilbedürftigkeit des Kita-Baus in Zernsdorf, noch enthielt sie irgendwelche Angaben zur Wirtschaftlichkeit. Der neue Bürgermeister -obwohl erst so kurz im Amt!- hat hingegen unglaublich schnell neue und kostengünstige Ideen zum zügigen Bau der Zernsdorfer Kita in die Diskussion gebracht und darüber hinaus bereits im Vorfeld Gespräche mit dem Landratsamt zur Beschleunigung des Kita-Baus geführt. Das nenne ich engagiert und fleißig!

Ich lege Ihnen die unsägliche Franzke-Vorlage zur Zernsdorfer Kita noch einmal bei. Sie ist ein Armutszeugnis sondergleichen, für den Ex-Bürgermeister Dr. Franzke und für die Mehrheit der SVV! Die Umsetzung dieser Franzke-Vorlage (also Bau und Betrieb durch einen freien Träger) wäre mit Sicherheit für den Steuerzahler richtig teuer geworden (siehe AWO-Kita Kirchplatz). Und wenn man weiß, dass der Beirat des Regionalverbandes der AWO (wohl einziger Interessent für die Zernsdorfer Kita) fast ausschließlich aus SPD-Mitgliedern besteht, entsteht schon ein „Geschmäckle“. Honi soit qui mal y pense!

Zudem: Die erst im November nachgereichte „Wirtschaftlichkeitsberechnung“ zur Franzke-Vorlage ist absoluter Unfug, was den Hauptausschuss bei seiner Beschlussempfehlung vom 27.11.17 trotzdem nicht angefochten hat. Was ich als Laie daran zu kritisieren hatte, entnehmen Sie bitte meinem Schreiben dazu (auch gerichtet an die SVV, siehe Anhang). Außer bei den Falschzahlen zur Wirtschaftlichkeit habe ich übrigens auch erhebliche Zweifel an den Franzke-Angaben zur Bauzeit der Kita. In der Vorlage stimmt, was zumindest die Wirtschaftlichkeitsberechnung anbelangt, jedenfalls nichts. Warum sollten dann seine Angaben zur Planungs- und Bauzeit stimmen, wenn denn doch Bau und Betrieb der Zernsdorfer Kita an die AWO vergeben werden sollten. Das war -nach meiner Einschätzung- ausschließliches Ziel dieser Art „Wirtschaftlichkeitsberechnung“ mit ihren Falschzahlen.

Mir ist ein Bürgermeister lieber, der sich um die Belange der Bürgerschaft und der Stadt hoch engagiert kümmert (auch unter Einschluss von potenziellen Fehlern, denn Irren ist menschlich), als ein Bürgermeister wie Dr. Franzke, der im Verbund mit einer Mehrheit der Stadtverordneten absolut bürgerfern die Probleme dieser Stadt „verschläft“. Ich kann nicht nachvollziehen, dass für ein sicherlich objektiv sinnvolles Dorf-Gemeinschaftshaus in Kablow (Es sei den Kablowern gerne gegönnt!) 1,6 Mio. € investiert werden, wenn zeitgleich Kita- und Schulplätze fehlen. Das ist nach meinen Maßstäben absolut bürger- und realitätsfern!

Die extrem hohen Wahlergebnisse von Herrn Ennullat in der Bürgermeisterwahl, gemessen an den Ergebnissen der anderen Kandidaten, zeigen ja auch deutlich, dass ich mit eben dieser Auffassung offensichtlich nicht alleine bin.

Da ich weder ein öffentliches Amt noch einen Sitz in der SVV noch im Zernsdorfer Ortsbeirat anstrebe, sondern nur möchte, dass sich in unserer Stadt endlich einmal etwas bürgernah „bewegt“, bitte ich sehr um Verständnis, dass ich nicht in weitere Diskussionen eintreten möchte. Der Vorgang „Kita Zernsdorf“ hat mich bereits sehr, sehr viel Zeit gekostet. Ich habe sie gerne aufgewandt, um dem Franzke-Unfug Einhalt zu gebieten und mitzuhelfen, dass in Zernsdorf zügig und kostengünstig eine Kita errichtet werden kann. Ich kann nicht verstehen, dass eine Mehrheit der SVV mit immer neuen „Ideen“ das Angehen der Kita blockiert. Die Vielzahl der Anlagen zu TOP 8.2 der heutigen SVV-Sitzung zeigt deutlich, dass hier so Einiges „aus dem Ruder“ läuft/gelaufen ist. Ich hoffe doch sehr, dass Herrn Schröter/SPD/Wir für SPD (früher Wir für KW) und anderen Stadtverordneten nicht noch mehr Ideen einfallen, um den Kita-Bau weiter zu verzögern, z. B. beheizbare Kita-Zelte o. ä.

Petition an die SVV Mitglieder zum Bau einer Kita in Zernsdorf

8. Januar 2018

Wolfgang Almus, Zernsdorf

Sehr geehrte Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung,
mit Unverständnis und Empörung habe ich als Bürger dieser Stadt und Steuerzahler den Mehrheitsbeschluss der SVV zur geplanten Zernsdorfer Kita vom 11.12.17 (Rückverweisung der Kita-Beschlussvorlage an Ortsbeirat und Ausschüsse) zur Kenntnis nehmen müssen. Eine weitere unsinnige Verzögerung der Kita ohne sachliche Begründung, folgend: erneute Sitzungen von Ortsbeirat Zernsdorf, Ausschüssen, Stadtparlament! Das nenne ich Quertreiberei pur!

Wenn man bedenkt, dass genau diese Stadtverordneten Errichtung und Betrieb der geplanten Kita ohne jegliche vernünftige Entscheidungsgrundlagen auf den Franzke-Vorschlag hin

  • einem freien Träger ohne Prüfung der Kosten
  • unter Verfahrensverstoß gegen die Hauptsatzung der Stadt (Ignorierung des Ortsbeirats)
  • ohne jede Vorberatung in einschlägigen Fachausschüssen

übertragen wollten (So war und ist ja der Beschluss der SVV vom 09.10.2017!), kann man eigentlich nur noch „stinksauer“ sein. Ich vermag nicht nachzuvollziehen, was in den Köpfen derjenigen Quertreiber vor sich geht, die nun wiederum mit ihrer Entscheidung vom 11.12.17 den Bau der geplanten Zernsdorfer Kita weiter verzögert haben.

Diesen destruktiven Stadtverordneten sei Folgendes gesagt: Dass ich als „normaler“ Bürger dieser Stadt dem Unfug der SVV vom 09.10. nur durch eine Rechtsaufsichtsbeschwerde beim Landrat Einhalt gebieten konnte, weil unser Stadtparlament nicht „funktionierte“, ist objektiv auch unter demokratischem Gesichtspunkt schon sehr problematisch. Sie als Mandatsträger haben einen Wählerauftrag, den Sie nach bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen haben. Ich fordere diese Mitglieder der SVV (SPD, Wir für SPD, Teile der Linken und der CDU) nachdrücklich auf, dass Sie Ihren Pflichten zum Wohle der Einwohnerschaft dieser Stadt nachkommen. Ansonsten treten Sie zurück, und lassen Sie vernünftige Leute in das Parlament nachrücken! Für weitere sinnlose Partei- und Machtspiele ist angesichts der aus der Franzke-Zeit stammenden gravierenden Probleme unserer Stadt keine Zeit. Das ist Zeitvergeudung mit äußerst negativen Auswirkungen auf die Einwohnerschaft (Beispiel: Zernsdorfer Kita).

Als Bürger dieser Stadt wünsche ich mir für 2018 sehr, dass Vernunft in die Köpfe dieser offenbar im Gestern verbliebenen Stadtverordneten einkehren möge und die destruktive Quertreiberei dieser Leute endlich ein Ende haben möge. Unser Stadtparlament muss, und zwar schnell, kooperativ mit dem neuen Bürgermeister zusammenarbeiten – zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und uns Bürgerinnen und Bürgern von Königs Wusterhausen ein erfolgreiches gesundes 2018!

(Anmerkung der Redaktion: Auf dem Foto oben der vorgesehene Bauplatz für die Zernsdorfer Kita. Es bleibt die Hoffnung, dass der schwarze und merkwürdig riechende Boden tatsächlich so unbedenklich ist, wie es die Wohnen Am See Zernsdorf GmbH behauptet.)

Was sind das nur für Menschen

6. Januar 2018

Priska Wollein, Stadtverordnete KW

Da ich als Stadtverordnete in einem anonymen Flugblatt angesprochen werde, das anscheinend in der Bevölkerung kursiert, nehme ich das zum Anlass, dazu persönlich Stellung zu nehmen.

Was sind das nur für Menschen, denen alle Mittel recht sind, um andere zu diskreditieren? Die vor keinem Vergleich zurückschrecken (Ennullat = Trump), um den Menschen und Bürgermeister Ennullat in Misskredit zu bringen?

Ich habe da einen Verdacht: es müssen Menschen sein, die sich sehr bedrängt fühlen, ja genau – wie sie schon selbst schreiben – bedroht. Aber nicht bedroht von der Willkür eines neuen Amtsinhabers, sondern davor, ihre bisherigen Privilegien, ihre Vetternwirtschaft und ihre Schattengeschäfte zu verlieren. Derer gab (und gibt) es nämlich zuhauf in unserer Stadt, in ungebremster Kontinuität seit fast 30 Jahren und wohl auch davor. Es sind darunter auch die Gleichen, die davon noch heute profitieren: die, die in einem der härtesten, nein im härtesten Stasiregiment der ehemaligen DDR »groß« gemacht wurden, aber auch das gesamte Umfeld dieser Menschen, deren Familien heute auf ihrer Scholle in Zeesen, Zernsdorf oder anderen Ortsteilen sitzen. Immer noch sitzen und aus dem Hintergrund weiter ihr Geschäft unter sich machen wollen.

Wir würden gern die DDR-Vergangenheit ruhen lassen, was allerdings heute – und dieses Flugblatt ist ein Ausdruck davon – an Methoden und Vorgehen an den Tag gelegt wird, erinnert zu sehr an die gute Ausbildung, die die Herren damals genossen haben. Es ändert auch nichts, dass die gleichen Methoden an jüngere weitergegeben werden, und von der alten Garde »legitimiert« werden. Und in einigen Parteien erfreut man sich offenbar an solch einem anonymen Geschreibsel, das ihnen nur zu gelegen kommt? Warum verwehrt sich keiner der CDU-SPD-LINKE-WirfürKW-Vertreter öffentlich und in den sozialen Medien dagegen? Sie halten dies wohl für legitim; Nein, ich gehe sogar noch weiter, und unterstelle ihnen, dass jemand aus ihren Reihen das besagte Flugblatt geschrieben oder beauftragt haben könnte. Aber alle reiben sich die Hände… keiner will’s gewesen sein, aber an dem Aufruhr darf man sich schon ergötzen.

Sagen Sie jetzt nicht, es handle sich ja nur um ein Schreiben eines einzelnen Verwirrten. Verharmlosen Sie nicht. Dies ist Teil einer Schmutzkampagne, die darauf abzielt, einen von der überwältigenden Mehrheit ins Amt gewählten Menschen »abzuschießen« – und ja, das sind nun wirklich Trump’sche Methoden (einen noch schlimmeren Vergleich muss man nicht wählen)! Leider kam uns bereits zu Wahlkampfzeiten genau diese Absicht zu Ohren: Man wolle Ennullat nach den ersten 100 Tagen aus dem Amt jagen… um was zu erreichen?

Um weitere 27 Jahre mit Volksvermögen herumzuwirtschaften, wo Eltern ihre Lebensplanung verpfuscht wird, wo in Investitionsruinen wie dem Hafen zig Millionen versenkt werden, wo Ortsteile willkürlich bevor- oder benachteiligt werden, Grundstücke wie der Bullenberg verhökert, aber keine Schulen auf den Weg gebracht werden, usw. – weil ihre Köpfe ihre Aufgaben nicht anständig erfüllen? Königs Wusterhausen profitiert vom enormen Zuzug an Bevölkerung und der Lage im Speckgürtel, darin liegt sein Prosperieren – und nicht im ach so klugen Vorausdenken der politischen Intelligenzia. Ob der Kämmerer einen guten Haushalt über all die Jahre aufgestellt hat, mag man wirklich einmal genauer betrachten. Wer hat denn dafür mal die Belege parat? Ein Haushalt, der zig Millionen Euro Haushaltsüberschuss an nicht verwendeten Mitteln hat, die garantiert nicht aus den knapp 2 Monaten Amtszeit eines Herrn Ennullat stammen? Wo die Politker mit ihrer Zustimmung die Umwandlung von 50km Sandpisten (im Jahre 2014 nach der Wende!) zu fast 100% auf die Schultern ihrer Bewohner abwälzten? Fest steht, dass wohl alle uns umgebenden Kommunen bei den sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen, infrastrukturellen und ökologischen Aspekten erheblich besser aufgestellt sind als Königs Wusterhausen. Sie haben ihre Aufgaben beizeiten gemacht und als Bürgerin und Bürger spürt man das.

Und um es noch einmal in aller Klarheit zu sagen: Herr Ennullat ist weder rechtspopulistisch wie Herr Trump, er ist kein Anhänger der NPD, der AFD, der Reichsbürger oder irgendeiner sonstigen rechtslastigen Organisation. Was er aber ist, und das auch in aller Klarheit: ein Mann, der mit all den »ekelhaften« Methoden in dieser Stadt aufräumen will, der seine Verwaltungsmitarbeiter vor der Willkür Einzelner schützt, der Unrecht benennt und wo es angebracht ist, dieses auch zur Anzeige bringt. Der Recht und Gesetz achtet und nicht beugt und gar umgeht. Genau das haben die WählerInnen von ihm gefordert. Das hat nichts mit politischer Gesinnung zu tun, sondern mit Anstand!

Hoffen wir, dass es hier in Zukunft davon wieder mehr gibt. Und dass solche Flugblatt-Schmierfinken ganz unter sich bleiben.

Für kleine Menschen den Weg in die Welt gestalten

21. Dezember 2017

Pressemitteilung der Stadt Königs Wusterhausen - 21.12.2017
Die beiden kommunalen Kitas Spatzennest und Räuberberg erhalten Gütesiegel

Die Kitas Spatzennest und Räuberberg erhalten als erste Königs Wusterhausener Kindereinrichtungen das „Kitopia“-Gütesiegel. Mit dem Siegel werden Kindereinrichtungen ausgezeichnet, die sich in ihrer konzeptionellen und inhaltlichen Arbeit sowie in der Gestaltung von Räumen und Außenbereichen zeitgemäß auf die Kinder einstellen.

Die Leiterinnen der Kitas Spatzennest und Räuberberg, Antje Cori und Steffi Schumann, nahmen die Auszeichnung zusammen mit ihren Stellvertreterinnen und Kolleginnen aus den Krippenbereichen am 15. Dezember 2017 aus den Händen der Kitaberaterin und Initiatorin Mariele Diekhof entgegen. Sabine Bösenberg und Maren Zschenderlein aus dem Rathaus begleiteten sie als Vertreter des Trägers zur Verleihung.

Der Auszeichnung gingen Seminare, konzeptionelle Arbeit sowie eine teilweise Umgestaltung der Kindergärten voraus. Die selbstständige Kitaberaterin Mariele Diekhof arbeitete jahrelang als Erzieherin sowie Kitaleiterin und berät heute Kindergärten. In mehreren Fortbildungsmodulen, in denen unter anderem eine praxistaugliche, alltagsintegrierte Bildungsarbeit im Mittelpunkt steht, erhalten die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner Anregungen für ihre tägliche Arbeit. Beleuchtet werden auch Dokumentationsmethoden und die Gestaltung von Innen- und Außenbereichen mit innovativen Ideen, die den Bewegungsdrang und das kreative Tun der Kinder fördern und gut umsetzbar sind.

Die Beraterin inspiriert Erzieherteams, ihre Arbeit „mit Bildungslust und Lebensfreude“ zu füllen und gibt ihnen Methoden an die Hand, um diese auch mit mehr Zeit ausführen zu können und für die „kleinen Menschen den Weg in die Welt“ zu gestalten. Nach erfolgreicher Umsetzung solcher Verbesserungsmethoden und Tipps zur zeitgemäßen Arbeit mit Kindergarten- und Krippenkindern mit Elementen wie das Einbeziehen von Kunst, einer sich selbst erklärenden Kita- und Raumgestaltung sowie einer demokratischen Kitaarbeit zusammen mit den Eltern wird das „Kitopia“-Gütesiegel verliehen. Mittlerweile nutzen alle kommunalen Kindereinrichtungen in Königs Wusterhausen das Seminarangebot und lassen sich fachlich begleiten.